nachhaltiges Grafikdesign

Nachhaltiges Design

Was ist eigentlich Nachhaltigkeit?

Unter Nachhaltigkeit wird vereinfacht ausgedrückt, die Ressourcenschonung, umsichtiges Nutzen und Handeln und damit die Sicherung von Lebensqualität für nachfolgende Generationen verstanden. Umweltschutz, soziale, ökonomische und ethische Faktoren fließen mit ein.

Damit ein Produkt und damit auch Werbemittel wie Flyer, Geschäftspapiere & Co. möglichst nachhaltig sind, sollten diese Aspekte berücksichtigt werden.

Auch als Designer kann man nachhaltig arbeiten und so seinen Kunden einen Mehrwert bieten.

(c) heidrun lutz
(c) heidrun lutz

Und wie kann ein Grafikdesigner nachhaltige Druckprodukte gestalten?

Design ist dann nachhaltig, wenn zum Beispiel folgendes berücksichtigt wird:

  1. Eine möglichst geringe Umweltbelastung durch Einsatz von Umweltpapieren (Recyclingpapiere oder Frischfaserpapiere mit dem FSC-Siegel). Druck mit Umweltfarben, möglichst Papiere mit niedrigen Grammaturen (helfen auch Kosten zu sparen), kurze Wege (Druckerei möglichst Ortsnah) usw.
  2. Den gegebenen Platz des Werbemittels gut ausnutzen, manchmal lässt sich so ein Druckwerk um die eine oder andere Seite reduzieren, was zudem wiederrum Druckkosten und evtl. Porto usw. spart.
  3. Die Druckauflage möglichst genau ermitteln, was ebenfalls der Umwelt und dem Budget dienlich ist. Und, eine individualisierte, kleinere Auflage bringt oft mehr als Massenaussendungen an Tausende Empfänger.
  4. Überlegen ob es wirklich 4-Farbdruck sein muss oder reichen evtl. auch zwei Farben, auch damit lässt sich die Umwelt entlasten.


Sozialverantwortliches Handeln

Lässt man seine Werbedrucksachen auf FSC-zertifiziertem Papier drucken, tut man gleichzeitig etwas für die Menschen, die für die Holz-/Papierbranche arbeiten, da das Siegel  u.a. auch dafür sorgt, dass Menschen nicht ausgebeutet werden.

Aber auch die Auswahl von Druckereien und anderen Unternehmen, die an der Produktion von Werbemitteln beteiligt sind, die bekanntermaßen faire Löhne zahlen und gute Arbeitsbedingungen bieten, sind ein wichtiger Aspekt in Sachen Nachhaltigkeit. – Nicht vergessen, will ich auch die Honorare der GrafikDesigner. Denn so mancher Kollege, lässt sich (aus welchen Gründen auch immer) im Preis soweit drücken, dass sogar Hilfe vom Staat nötig ist, um  überleben zu können.

Nachhaltiges Handeln lohnt sich in jedem Fall …

… heute, morgen und übermorgen, für alle nachfolgenden Generationen. Was mich sehr freut, dass offenbar immer mehr auf den Aspekt Nachhaltigkeit auch im Design geachtet wird. Modewort hin oder her. Auch interessant: Immer öfter werden bei der Auftragsvergabe, vor allem von öffentlichen Stellen, Designer berücksichtigt, die entsprechende Kenntnisse und nachhaltiges Arbeiten vorweisen können. Sei es durch entsprechende Infos auf der Website oder sie haben wie ich (zusätzlich) die „Charta für nachhaltiges Design“ des AGD unterzeichnet.

Übrigens, man kann auch durch die dezente Platzierung von FSC- oder Blauer-Engel-Logos erreichen, dass Nachhaltigkeit auf ihrer kommuniziert und auch hier wahrgenommen wird.

Nachhaltiges Design ist gut für die Umwelt und ihr Image!

Tipp: Lesen sie auch meine anderen Beiträge zum Thema „Design & Nachhaltigkeit“ 

Noch ein Tipp: „Media Mundo Beirat für nachhaltige Medienproduktion“

 

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Umfragen

Umfrage: Was verstehen Sie unter nachhaltiger Werbung?

Nachhaltigkeit allgemein bedeutet für mich: Respektvoller Umgang mit allen Ressourcen, Langlebigkeit, geringstmögliche Belastung der Umwelt und soweit möglich Wiederverwertbarkeit.

Sicher werden mir einige entgegnen, nachhaltige, umweltfreundliche Werbung ist unmöglich. Jegliche Form von Werbung verbraucht zusätzliche Ressourcen und ist per se überflüssig. Im Prinzip ist das sicher richtig. Allerdings, unsere Gesellschaft ohne Werbung? Kaum vorstellbar, oder? Zumal Werbung nicht ausschließlich zum Verkauf von Produkten und Dienstleistungen dient. Auch Kooperationspartner, Investoren oder Mitarbeiter werden bzw. müssen „beworben“ werden. Deshalb: Werbung ja, aber bitte nachhaltig!

Vielen Dank für Ihre Mithilfe.


Die Umfrage findet  vom 14.08. bis 21.08.2012 statt. Die Ergebnisse werden wie immer hier in meinem Blog veröffentlicht. Und die Umfrage ist natürlich anonym.

PS: Link-Tipp zum Thema „Grünes-Büro“

Nachhaltige Werbegeschenke

Tüten und Tragetaschen als Werbeträger – Was ist umweltfreundlicher: Plastik, Bio-Plastik oder Papier?

Tüten & Tragetaschen sind ein beliebtes Werbemittel. Ein echter Klassiker. Ob im Supermarkt, im Modegeschäft, beim Metzger, auf Messen für Werbeunterlagen, Produktproben oder was auch immer, sie sind all gegenwärtig. Zu Millionen „laufen“ die Tüten und Taschen als Werbe-Botschafter durch unsere Straßen und Geschäfte. Doch welche Variante ist die umweltfreundlichste? Das Ergebnis wird sicher den einen oder anderen überraschen.

Bio-Plastik wird gerne als das „gute“ Plastik angepriesen, doch ganz so einfach ist es leider nicht. Zurzeit wird Bio-
plastik überwiegend aus nachwachsenden Roh-
stoffen wie Maisstärke, Zellulose und Milchsäure gewonnen.  Durch den Anbau von Pflanzen für Bioplastik, geht aber Fläche für den Anbau von Lebensmitteln verloren und unter Umständen wird je nach Anbauart der Boden/die Gewässer durch Dünger und Pflanzenschutzmittel zusätzlich belastet.

Zudem ist die Herstellung von Bioplastik besonders energieintensiv und mit hohen Treibhausgasemissionen verbunden. Im Vergleich zu konventionellen Kunststoffen lässt sich hier keine bessere Ökobilanz nachweisen.

Auch das Thema Recycling ist problematisch. Da es noch keine adäquate Sortiertechnik gibt, sind Biokunststoffe von anderen Plastikprodukten nicht zu unterscheiden. Deshalb wird  Plastik aus Biotonnen zumeist aussortiert und der Müllverbrennung zugeführt. Die Auszeichnung „kompostierbar“ ist also nur ein Wunschbild.

Klarer Nachteil von konventionellem Plastik (z.B. PE – Polyethylen) aus Erdöl: Es verschmutzt vor allem unsere Umwelt, da es leider erst nach rund 400 Jahren verrottet und besonders Tiere gefährdet – in den Meeren und auch an Land.

Am besten, Sie nutzen für Ihre Werbetaschen und –tüten Bio-Baumwolle oder Jute-Taschen, da sie die langlebig, robust und besonders umweltfreundlich sind. Sie sind sogar doppelt nachhaltig, denn sie bleiben lange beim Kunden und damit Ihre Marke, Ihre Produkte oder Dienstleistung.

Einen Mehrfachnutzen erzielen Sie zudem, wenn die Tasche neben Ihrer Werbung einen Aufdruck hat, im Sinne von: „Ich bin eine umweltfreundliche Tasche und kann viele Jahre verwendet werden.“ Oder Sie könnten auch etwas in dieser Art auf-
drucken: „Bringst Du mich beim nächsten Einkauf wieder mit, erhältst Du … Gratis oder … Rabatt.“ Ob Sie dann jedes Mal ein Goodie bereit halten, wenn der Kunde die Tüte mitbringt oder ob Sie z.B. durch „Lochen“ kenntlich machen, dass der Kunde schon den Bonus genossen hat, liegt natürlich in Ihrem Ermessen.

Nach den genannten besonders langlebigen und stabilen Varianten, landen auf dem zweiten Platz in Sachen Umweltfreundlichkeit die Papiertüten. Zwar wird bei der Herstellung sogar mehr Energie als bei Plastiktüten verbraucht, dafür sind sie jedoch besonders leicht zu recyclen und die Recyclingquote liegt auch wesentlich höher als bei Plastiktüten. Dazu kommt, dass Papiertaschen schnell verrotten.

Tipp für Verbraucher (die wir ja auch alle sind): Nutzen Sie Ihre Tüten – egal aus welchem Material – immer mehrfach, so leisten Sie bereits einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt.

Worauf ich nun nicht weiter eingegangen bin, sind Recyclingtaschen z.B. aus alten Getränke PET-Flaschen oder anderen Materialien. Da ich hierzu keine Daten ge-
funden habe, nur dies: Upcycling oder Recycling ist in der Regel der Neu-Produktion überlegen, was die Ökobilanz betrifft.

Link-Tipps zum Thema mit weiteren Infos:

BUND – www.bund.net
Yaa-Cool –
www.yaacool-bio.de
Galileo
www.prosieben.de (Video-Clip)
Film „Plastik Planet“: www.plastic-planet.de
Video „Plastiktüten:
 www.youtube.com

Jute-Taschen für die Werbung gibt es z.B. hier taschenprint.de und Bio-Baumwoll-, Papier- und Recyclingtaschen z.B. hier www.greenpromotion.de

11.06.2012 Nachtrag: Noch nicht sehr bekannt bzw. verbreitet Tüten/Taschen aus „Steinpapier“. Wer sich dafür interessiert und XING-Mitglied ist, kann hier einen interessanten Thread dazu lesen: https://www.xing.com

Off Topic

Jahresrückblick 2011 – Jahresausblick 2012

Zuerst einmal wünsche ich allen Kunden, Lesern, Geschäftspartnern und Freunden ein wunderbares Weihnachtsfest.

(c) layout: www.4plus-marketingservice.de | heidrun lutz2011 war in vielerlei Hinsicht ein ereignisreiches und interessantes Jahr, auch für mich.

Es begann recht zaghaft, im Frühjahr nahm es mächtig Fahrt auf und hielt bis zum Herbst durch. Viele schöne Projekte liefen durch meine Werkstatt, zufriedene Kunden, neue Kooperationspartner erweiterten mein Angebot, einige Ideen konnten umgesetzt werden und meine XING-Gruppe „Nachhaltige Werbung“ konnte viele neue Mitglieder gewinnen. Kurz vor Jahresende gab es noch mal eine kleine Verschnaufpause und in den letzten Wochen noch mal richtig Gas.

Alles in Allem ein gutes Jahr. Ich bin zufrieden und sage auch an dieser Stelle noch einmal DANKE an alle Kunden, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben!

Besonders gefreut hat mich, dass immer mehr Kunden Wert auf eine nachhaltige Medienproduktion legen. So habe ich in diesem Jahr rund 70 Prozent der Werbemittel auf Recycling- oder FSC-Papier drucken lassen können – 2010 waren es gerade mal um die 25 Prozent –  und immerhin auch einen guten Anteil davon klimaneutral und mit Ökofarben. Leider scheitert eine 100%ige umweltfreundliche Medienproduktion meist (noch) an den etwas höheren Kosten.

Meine Teilnahme an der Kampagne „Jetzt umstellen“ auf Recyclingpapier wurde positiv aufgenommen und inspirierte zudem einige Menschen auch mehr auf Recyclingpapier zu setzen oder sogar ganz umzustellen, so wie ich. – Ich drucke ausschließlich auf Recyclingpapier und auch nur dann, wenn es sein muss mit dem Tintensparprogramm „preton Saver.

Sehr gefreut habe ich mich auch, dass ich einen Beitrag zur Kampagne „Das Jahr der Wälder“ leisten konnte, das ja nun auch zu Ende geht: Die Gestaltung eines Pro Bono Flyers, eine kleine Fotoserie und die Gründung der Facebook-Gruppe „Ökosystem Wald“, die ich selbstverständlich auch 2012 weiterführen werde (neue interessierte Mitglieder sind herzlich willkommen).

Ausblick 2012 und meine Wünsche

Es gibt noch viel zu tun, was nachhaltige Werbung angeht. Das Umweltbe-
wusstsein, die Verantwortung von Unternehmern für unsere Erde muss weitergehen. Gerade auch Kleinbetriebe können viel mehr tun, als sie denken. Dabei ist umweltfreundliches Handeln (z .B. Stichwort Grünes Büro) und Produzieren gar nicht immer teurer. Manches Mal sogar kostensparender!

Für meinen Geschmack noch zu oft begegnet mir Gleichgültigkeit gegenüber unserer Natur. Was nützen immer größere Umsätze, wenn es auf Kosten der Natur und der Menschen geht? Bio UND Fair (Link-Tipp: www.biofair-vereint.de) muss es in Zukunft heißen. Bio alleine ist zwar gut, aber der Mensch darf darüber nicht vergessen werden. Gute Arbeitsbedingungen, faire Bezahlungen gehören ebenso dazu. Auch in Deutschland!

Erst gestern habe ich gehört, dass es in Deutschland mittlerweile rund 12 Millionen Menschen gibt, die als Arm gelten. Erschreckend. Auch Bio-Siegel, FSC-Siegel & Co. müssen noch besser kontrolliert werden, leider gab es auch 2011 immer mal wieder schwarze Schafe, die enttarnt wurden. Von den vielen anderen Skandalen und Tricksereien z. B. der Lebensmittelindustrie (Link-Tipp: www.foodwatch.de) will ich jetzt gar nicht erst anfangen.

Ich persönlich wünsche mir zudem mehr Kunden, denen die Umwelt wichtig ist und die auch in der Werbung auf Nachhaltigkeit achten.

In diesem Sinne, wünsche ich allen ein
nachhaltiges, gesundes und erfolgreiches neues Jahr.

 

Marketing & Vermarktung, Queerbeet: Tipps, Ideen & mehr

Mit QR Codes neue Werbemöglichkeiten erschließen

In meinem letzten Beitrag „Webdesign Trends“ erwähnte ich bereits QR Codes. Nun möchte ich noch einmal etwas näher darauf eingehen.

Gesehen hat die quadratischen „Pixel-Kästen“ sicher jeder schon einmal. QR kommt – wie so vieles – aus dem Englischen und ist eine Abkürzung für quick response = schnelle Antwort. Die Idee die dahinter steckt: Es sollen so Menschen schnell, quasi mit einem Klick auf die Fototaste ihres Mobiltelefons, Informationen abrufen können. Und, wenn gewünscht auch abspeichern und weiterverarbeiten.

QR Codes können als eine Ergänzung zur „normalen“ Print- und Online-Werbung gesehen werden. Mit QR Codes kann man dem interessierten Nutzer relativ einfach gezielte Infos zur Verfügung stellen, z.B. auf einer Landingpage.

Versuchen Sie es doch einmal. Mit diesem QR Code landen Sie auf meiner Website.

Denkbare Einsatzgebiete von QR Codes zur Werbung sind z.B. die Platzierung auf Printerzeugnissen wie Zeitungsanzeigen, auf Visitenkarten, Aufklebern, Flyern, Werbebannern, Plakaten, auf Werbemitteln und give aways,  auf Verpackungen usw.

Im Grunde kann man QR Codes auf jedem Medium platzieren. Wichtig ist vor allem ein guter Kontrast, damit der Code korrekt gelesen werden kann. Der Phantasie und den Einsatzmöglichkeiten sind so kaum Grenzen gesetzt.

Gute Infos, wie man die QR Codes nutzen kann und auch sonst viel Wissens-
wertes
zum Thema gibt es z.B. hier: http://qrcode.wilkohartz.de/

Und hier können Sie QR Codes ganz einfach generieren und für Ihre Werbung nutzen: http://goqr.me/