Marketing & Vermarktung, nachhaltiges Grafikdesign

Tipps für mehr Erfolg mit der eigenen Website

Erst vor kurzem „erzählte“ mir ein Interessent: „Wozu soll ich mir groß Gedanken zu meiner Website machen, es reicht doch, wenn ich meine Adresse und ein paar Infos zu meinem Angebot hinterlege. “ Da konnte ich nicht anders, und musste mal wieder widersprechen und erklären, warum es eben nicht reicht, nur eine „Web-Visitenkarte“ als Website zu haben. Zumindest dann nicht, wenn die Website auch Kunden bringen soll.

Bereits vor einiger Zeit habe ich schon einmal einen 2-teiligen Beitrag verfasst, worauf bei der Erstellung/Gestaltung einer Website besonders geachtet werden sollte, den Sie hier nachlesen können:

Teil1: wildpeppermintdesign.wordpress.com
Teil 2: wildpeppermintdesign.wordpress.com

Tipps und Anregungen zu aktuellen Designtrends:

Webdesigntrends 2011: wildpeppermintdesign.wordpress.com
Webdesigntrends 2012: wildpeppermintdesign.wordpress.com

Nachtragen zu meinen Tipps möchte ich noch, dass es zudem immer wichtiger wird, auch in sozialen Netzwerken gut präsentiert zu sein. Und natürlich auch mit der eigenen Website, dem Blog vernetzt zu sein. Stichwort: Sharing.

Welches Netzwerk das für Sie geeignetste ist, hängt von mehreren Faktoren ab wie z. B. Ihrem Angebot, Ihrer Zielgruppe/Kundenstruktur usw. Facebook beispiels-
weise halte ich besonders für Anbieter interessant, die den Endverbraucher ansprechen, also B-to-C. XING ist mein Favorit für B-to-B. Auch Pinterest kann Ihre Website pushen und für mehr Traffic sorgen. Gute Infos zu Pinterest für Unternehmen gibt es hier: www.deutsche-startups.de

Noch ein Tipp zum Schluss: Ganz einfach und einem „Schwung“ können Sie hier testen, wie Ihre Website in den div. (mobilen) Endgeräten dargestellt wirdwww.fsb-welfenburg.de/responsive/

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Marketing & Vermarktung, nachhaltiges Grafikdesign, Queerbeet: Tipps, Ideen & mehr

Warum „Grün“ einfach gut ist und ankommt

Grüne Produkte sind in, trendy, einfach sexy.

Bio-Lebensmittel werden immer mehr nachgefragt und verkauft. Öko-Kleidung auch. Und auch Naturkosmetik steht hoch im Kurs der Verbraucher. Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht auf Naturkosmetik steht. Zumal, seit auch immer mehr Promis auf die natürlichen Produkte schwören, umweht die Branche ein Hauch Glamour, macht die Cremes, Öle, Schampoos usw. einfach sexy.

Aber das alleine kann wohl nicht der Grund für den Boom bei Naturkosmetik sein.

Naturkosmetik muss sich längst nicht mehr hinter den konventionellen Produkten verstecken. Sie können im Prinzip ebenso viel leisten. Sie bieten UV-Schutz, glätten kleine Fältchen, duften gut und sind zudem besser für die Haut, gut für die Umwelt. Und sind ebenso ansprechend wie ihre „Kollegen“ verpackt. Oft ist das Produkt-
design sogar besonders elegant und modern/stylish.

Interessant dabei: Auch immer mehr konventionelle Marken entdecken Bio-
Wirkstoffe, verarbeiten sie in ihren Produkten und bewerben diese entsprechend. Mehr Bio ist per se immer gut, doch werden dem Verbraucher so auch immer öfter vermeintlich „grüne“ Produkte verkauft, die gar keine sind. Stichwort: Green-
washing.

Wer heute Naturkosmetik kauft, kauft diese auch, weil man dabei ein gutes Gefühl hat. Dazu ein Hauch Luxus, dass man sich etwas Gutes gönnt, seiner Haut mit den pflanzlichen Wirkstoffen etwas richtig Gutes tut. Dies gilt besonders für die hoch-
preisigen Produkte. Aber auch für den schmalen Geldbeutel bieten z.B. Drogerie-
ketten Bio-Eigenmarken an, die sich ebenfalls gut verkaufen. Ob diese ebenso gut sind wie die exklusiven, teuren Marken, möchte ich an dieser Stelle nicht weiter beleuchten. Das ist wieder ein anderes Thema.

(c) Foto/Grafik Heidrun Lutz 4plus-marketingserviceDiverse Studien zeigen, dass sich jede Sinnes-
wahrnehmung in Zusam-
menhang mit Natur positiv auf die Psyche auswirkt. Das gilt sogar für die „Natur“ aus dem Kosmetik-
tiegel.

Ein weiterer Grund für die positive Entwicklung könnte der Erfolg der Naturkos-
metikbranche
sein, die seit Jahren stetig steigende Umsätze verzeichnet, im Gegensatz zu vielen anderen Wirtschaftszeigen und der allgemeinen Wirtschafts-/Finanzkrise. Denn Erfolg ist anziehend. Ich denke solange die Qualität der Produkte stimmt, werden die Konsumenten auch in Zukunft bereit sein für Naturprodukte, Produkte in Bio-Qualität, mehr zu zahlen. Vielleicht sogar dafür auf andere Dinge verzichten, wenn die Haushalts-
kasse einmal etwas knapper bestückt ist.

Hochwertige, nachhaltig erzeugte Produkte in Kombination mit einem schönen liebevollen Produktdesign sind, wie ich finde, ein unschlagbares Duo. Natur und modernes Design sind kein Widerspruch mehr. Im Gegenteil. Denn die 80iger Jahre sind längst passé. Und, gute Beispiele für erfolgreiche Natur-/Bioprodukte (nicht nur aus der Kosmetikbranche) mit gelungenem Produktdesign gibt es genug.

Marketing & Vermarktung, Nachhaltige Werbung

Bioplastikverpackung nur Mogelpackung?

Vor einiger Zeit berichtete ich von der umweltfreundlicheren Verpackung von „Activia“-Joghurt.

Auf den ersten Blick schien mir diese Entwicklung positiv, wenn auch mit kritischen, noch offenen Punkten. Durch einen Beitrag im DUH Magazin erneut auf die Bio-
plastikverpackung von Danone aufmerksam geworden, greife ich heute noch einmal das Thema auf.

Danone bewirbt die Becher mit dem Zusatz „umweltfreundlich“. Der Becher wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und recycled. Was leider (noch) nicht stimmt.

Danone beruft sich in Sachen Umweltfreundlichkeit auf eine selbst finanzierte Studie beim Institut für Energie und Umweltforschung (ifeu). Jedoch kommt die Studie auf ein anderes Ergebnis, wie der DUH schreibt. Die Öko-Bilanz ist nicht besser, als die herkömmlicher Becher. Einige Vorteile hat der „Bio“-Becher nur bei der Klimabilanz und beim Verbrauch von fossilen Ressourcen, also nur teilweise Vorteile in Sachen Umweltfreundlichkeit.

Zu bedenken ist auch, dass z. B. durch die Herstellung des neuen Bechers Böden und Gewässer stärker belastet werden. Diese Nachteile werden verschwiegen.

So wie es aussieht, ist die Einführung der Bioplastikbecher (wie z.B. auch bei Palmölprodukten, aber das ist wieder ein anderes Thema), eine rein ökonomische Entscheidung des Unternehmens. Denn Biokunststoffe sind bis 2012 von der Verpackungslizenzierung beim Dualen System befreit. So entfallen Entsorgungs-
kosten in Millionenhöhe. Und, selbst wenn Bioplastik lizenziert werden muss, ist es noch immer deutlich günstiger als Verpackungen aus Rohöl.

Mit dem Zusatz „umweltfreundlich“ hat Danone sicher bereits zusätzliche umwelt-
bewusste Kunden gewonnen.

So gesehen, ein klarer Fall von Greenwashing. Ich bin gespannt wie es weiter geht. – Wohin die Reise in Sachen umweltfreundliche Verpackung geht, nicht nur bei Danone.

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Biologische Vielfalt: Wichtig auch im Tourismus

Neben der Landwirtschaft ist der Tourismus der größte Flächen- und Landschafts-
verbraucher. Das ist seit vielen Jahren bekannt. Viele Flächen sind bereits stark beeinträchtigt oder sogar ganz zerstört worden durch den Bau von Hotelanlagen, Golfplätzen, Skipisten und div. anderen Anlagen. Es gibt leider weltweit viele, viel zu viele, traurige Beispiele, wo wichtige Lebensräume mit all ihren Schätzen bereits verloren gegangen sind.

Dass immer mehr Urlaubern nicht nur div. bereits bekannte Umweltstandards wichtig sind, sondern auch die Arten-
vielfalt, belegt z.B. eine 2010 von TUI durchgeführte Studie zum Thema Nach-
haltigkeit.

Urlauber wollen Vielfalt

Danach befragt, was den Urlaubern am wichtigsten ist, rangiert an erster Stelle das Thema Verschmutzung, an zweiter Stelle folgt bereits das Thema Arten-
vielfalt, sogar noch knapp vor dem Thema Klima(wandel). Also, ein nicht zu unterschätzender Faktor – auch für den Erfolg eines Tourismus-Unternehmens.

Unternehmen, die die Zeichen der Zeit erkannt haben, sollten auch die Artenvielfalt ins Umweltportfolio aufnehmen. Das geht ganz einfach, in dem man den Biodiversitäts-Check von der European Business & Biodiversity Campaign macht.

Lesetipp: „Sag mir wo die Blumen sind – Tourismus und biologische Vielfalt“ – Ein interessanter Bericht bei  forum Nachhaltig Wirtschaften.

Eine Bitte: Ich möchte gerne in lockerer Folge Tourismus-Unternehmen (gerne auch andere Unternehmen) in meinem Blog vorstellen, die das Thema Artenvielfalt bereits berücksichtigen. Daher meine Frage: Wer kennt solche Unternehmen

Zum Schluss noch eine beieindruckende Zahl: Lt. dem TEEB-Report entsteht alleine durch den Verlust der Wälder jährlich ein wirtschaftlicher Schaden von etwa 3,1 Billionen Euro!

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Danone bietet umweltfreundlichere Joghurtbecher aus Biokunststoff an

Mit Unterstützung des WWF bietet Danone seit April 2011 umweltfreundliche Joghurt-Becher aus Biokunststoff an. Die Becher werden aus nachwachsenden Rohstoffen, hier: PLA (Polymilchsäure), hergestellt. Was ich grundsätzlich be-
grüßenswert finde. Da so fossile Rohstoffe eingespart werden und der Ausstoß an Treibhausgasen verringert wird.

Laut dem WWF werden für den neuen Becher 43 Prozent weniger fossile Rohstoffe benötigt als bei der konventionellen Herstellung, was die Klimabilanz um 25 Pro-
zent gegenüber herkömmlichen Verpackungen verbessert. In Zukunft will Danone zudem einen geschlossenen Wertstoffkreislauf schaffen. PLA-Verpackungen sollen recycelt und wieder zu Verpackungen verarbeitet werden.

Der Becher wurde in enger Kooperation mit dem WWF entwickelt. So wurden alle umweltrelevanten Aspekte (Klimaauswirkungen, Anbau des Mais als Basisrohstoff, Herstellungsprozess, Entsorgung) in der Entwicklung berücksichtigt. Danone darf jetzt das Joghurt mit WWF Logo auf der Verpackung, mit dem Zusatz „Partner für umweltfreundlichere Verpackung“, verkaufen.

Der WWF sieht in den Verpackungen aus PLA eine zukunftsträchtige Alternative: Weil weniger Abhängigkeit von Erdöl durch den Einsatz nachwachsender Rohstoffe (bessere Umweltbilanz) und weil sie ein gutes Recyclingpotenzial haben.

Mais als Rohstoff ist lt. den Angaben von Danone ein Zwischenschritt, langfristig sollen als Rohstoff vor allem landwirtschaftliche Reststoffe verwendet werden. Das legt den Schluss nahe, dass sich Danone wirklich ernsthaft mit dem Thema Nachhaltigkeit bei der Verpackung auseinandersetzt. Was ich sehr begrüße.

Weiterhin sind die Becher nach dem ISCC-Standard (International Sustainability and Carbon Certification) zertifiziert. Das ISCC Siegel besagt, das die Rohstoffe nach sozialen und ökologischen Kriterien produziert wurden. Rohstoffe dürfen z. B. nicht in Naturschutzgebieten gewonnen werden. Gefördert wird auch Mais aus gentechnikfreiem Anbau. Allerdings findet sich nicht ausschließlich solcher Mais in der PLA von Danones Activia-Becher, sondern  wird – ähnlich wie bei Ökostrom – insgesamt in die Produktionsanlage für PLA eingespeist. Erst bei größerer Nachfrage am Markt sind getrennte Warenströme möglich.

Die Entsorgung läuft wie bei allen Kunststoffverpackungen über den gelben Sack. Wobei sich mir die Frage aufdrängt, wie werden die Biokunstoffe aussortiert? Werden sie überhaupt aussortiert?

Mittelfristig soll Activia auch CO2-neutral hergestellt werden. Und der Inhalt soll aus nachhaltiger Landwirtschaft kommen. Ich bin gespannt ob das bei den Mengen, die Danone produziert, machbar ist. Schön wäre es ohne Frage.

Da Danone die weltweite Nummer Eins für Milchfrischprodukte ist, könnte der Konzern eine Vorbildrolle übernehmen.

Mein Fazit: Umweltfreundlichere Verpackung: Gut! WWF-Logo auf der Verpackung: Ein schönes zusätzliches Verkaufsargument. Danone hat die Zeichen der Zeit, die Wünsche der Verbraucher erkannt.  Jeder Schritt in eine nachhaltigere Zukunft zählt. Wenn zudem langfristig auf einen grundsätzlich schonendem Umgang mit Ressourcen gesetzt wird, Reststoffe wiederverwertet werden (denn „nur“ auf Biokunststoffe setzten ist keine langfristige Lösung, denn wir brauchen auch genügend gesunde Äcker für Lebensmittel!), Bio-Inhaltsstoffe verwendet werden, ein sehr begrüßenswerter Trend!

Dennoch bleibt bei allem Positiven auch ein fader Beigeschmack zum Beispiel was die Werbung/Inhaltsstoffe von Activia betrifft. Lesen Sie dazu den Beitrag auf Foodwatch: „Das Activia-Märchen – Wie Danone die (fast) perfekte Werbelüge schuf“.

Ich bin gespannt wie sich Activia/Danone weiterentwickelt. Ob es mittel- oder langfristig komplett umweltfreundliche, ökologische und gesunde und ehrliche Produkte geben wird?  Ich werde darüber berichten, wenn es Neues gibt.

Update 27.07.2011 – „Danone führt Verbraucher mit Werbung für Joghurtbecher aus Biokunststoff in die Irre.  Deutsche Umwelthilfe mahnt Danone wegen irreführender Werbung für neue Activia-Joghurtbecher aus Bioplastik ab.“ http://www.eco-world.de/scripts/basics/econews/basics.prg?a_no=23832