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Weniger ist mehr!

Bettina Schöbitz und Petra Schuseil haben gemeinsam zur Blogparade „Weniger ist mehr“ aufgerufen, an der ich mich gerne beteilige, zumal Nachhaltigkeit, Ressourcenschonendes Arbeiten, weniger „verbrauchen“ und Nachhaltiges Design – auch hierbei ist weniger meist mehr – genau mein Thema ist.

weniger, sparsam, umwelt schonen

„Weniger ist mehr“ auf das Berufsleben, meinen Job bezogen, bedeutet für mich zu erst einmal, mit allen Materialien, Ge- und Verbrauchsgütern im Büroalltag so schonend wie möglich umzugehen. So drucke ich zum Beispiel nur, wenn es unbedingt sein muss. Wenn ein Kunde eine gedruckte Rechnung wünscht oder wie kürzlich erst, ich einen Dummy basteln muss, als Vorlage für die Stanzung einer Weihnachtskarte.

Apropos Drucken: Es gibt ein PDF-Format das das Ausdrucken unterbindet und eine Schrift, die Ecofont, der Verdana ähnlich, die besonders wenig Tinte/Toner für den Ausdruck benötigt, Software, die den Bürodrucker stufenweise besonders sparsam drucken lässt. Mehr dazu unter „Grünes Büro“. 

Was mir auch sehr am Herz liegt, dass ich, wenn ich dann doch mal etwas ausdrucke(n) muss, ich zudem ausschließlich Recyclingpapier verwende. So muss für meine Ausdrucke kein einziger Baum gefällt werden!

Als kleiner persönlicher Bonus in Sachen umweltfreundliches und damit ressourcenschonendes Büro habe ich auch dieses Jahr wieder an der Aktion „Büro und Umwelt“ teilgenommen und erhielt eine Anerkennung für mein Engagement.

Aber das ist längst nicht alles. Stromsparende Geräte, kein Stand-by, Solar-Taschenrechner, 100% Öko-Strom und einiges mehr … Es gibt vieles im täglichen Büroleben, was man tun kann, wo weniger mehr und damit besser ist.

„Weniger ist mehr“ gilt aber auch – und ganz besonders – für das Gestalten und Produzieren der Werbematerialien meiner Kunden. Wenn es sich mit den Wünschen und Vorstellungen der Kunden vereinbaren lässt, achte ich auf eine sparsame Verwendung von Farbe auf Flyern, Broschüren & Co., die passende Druckauflage, die Wahl von umweltfreundlichen Papieren und Drucken, die Wahl des passenden Werbemediums usw.

Und „Weniger ist mehr“ ganz allgemein – und auch im Büroleben heißt für mich: Möglichst hochwertige, langlebige Produkte kaufen, die reparierbar sind, Produkte die aus dem Re- oder Upcycling kommen, zu einem möglichst hohen Anteil regional hergestellt wurden.

Bei der Ernährung achte ich ganz besonders auf gute, frische (möglichst unverpackte) Produkte aus der Region. Schon immer esse ich nur sehr wenig Fleisch und Fleischprodukte, wenn dann möglichst Bio und regional. Obst, Gemüse und vor allem Kräuter aus eigenem Anbau.

Ich denke, ich kann von mir sagen, dass ich recht umweltbewusst lebe, darauf achte, einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen. So nutze ich noch immer mein altes Mobil-Telefon (kein SmartPhone), fahre nur sehr wenig mit dem Auto, ganz darauf verzichten ist auf dem Land nicht wirklich realisierbar, ich habe bestimmt schon seit 10 Jahren keine Flugreise mehr gemacht.

Da mal wieder die Zeit drängt, mache ich an dieser Stelle Schluss. Zu schreiben hätte ich noch einiges, neue Tipps fürs grüne Büro usw. Wer mag stöbert einfach mal ein bisschen hier im Blog, zum Beispiel auch unter „Nachhaltiges Grafikdesign“.

Und, sicher gibt es noch mehr, was ich tun kann. Denn optimieren kann man immer. Eines meiner Ziele für 2014 ist es, noch mehr Strom einzusparen. Bisher habe ich es geschafft, jedes Jahr einige Kilowattstunden zu reduzieren.


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Wie nachhaltig können Verpackungen sein?

Der GuideWhy Shrink-wrap a Cucumber?“ von Laurel Miller und Stephen Aldridge hat mich drauf gebracht, einmal näher über nachhaltige Verpackungen bzw. Verpackungsdesign nachzudenken. Fragen wie: „Warum es ökologisch Sinn macht, Gurken in Plastik einzuschweißen?“ gaben den Anstoß.

Ich gestehe, auch ich rege mich immer mal wieder über diese eingeschweißten Dinger auf. Vor allem, weil in unserem Supermarkt ausgerechnet die Bio-Gurken eingeschweißt sind! Muss es denn noch mehr Plastik sein? Versinken die Meere nicht ohnehin schon im Plastikmüll? Kann man nicht einfach eine Recyclingpapier-Banderole um die (Bio-)Gurke machen?

Nachhaltig, VerpackungDas Buch ließ mich in eine andere Richtung denken. Denn auf den ersten Blick scheint einem die Plastikfolie wirklich nur überflüssig und unsinnig, Verschwendung von Ressourcen usw. Doch halt: Eingeschweißte Gurken verlieren weniger Gewicht/Feuchtigkeit als nicht eingeschweißte und bleiben damit länger frisch, sprich: haltbar. Schön denke ich mir, die Folie verhindert also ein allzu schnelles Verderben. Andererseits, was habe ich davon, wenn eine Gurke, die eingeschweißt ist womöglich eine Woche länger frisch bleibt, aber die Vitamine immer weniger werden? Frisch aber ohne „Inhalt“. Hm … ???!!!

Einen weiteren positiven Aspekt des Einschweißens hatte ich auch noch nicht bedacht: Durch die längere Frische wird verhindert, das noch mehr Gurken (und andere eingeschweißte Frischeprodukte) weggeworfen werden.

Mein Tipp zur Lebensmittelverschwendung: Die Doku „Taste the waste“.

So müssen weniger Gurken angebaut werden, was wiederum weniger Wasserverbrauch, Dünger und Kraftstoff für den Transport bedeutet. Weniger Methan wird freigesetzt, wenn sie auf den Müllkippen verrotten, denn nicht alle Lebensmittel, die im Müll landen, werden in Biogasanlagen zu Energie oder werden kompostiert.

Also gar nicht so einfach mit den nachhaltigen Verpackungen, was nicht nur auf das Beispiel „Einschweißen“ zutrifft. Es gibt viele Aspekte zu berücksichtigen. Aber was ist nun die nachhaltigste, ökologischste Variante in Sachen Verpackung? Was muss alles berücksichtigt werden? Die Auswirkungen auf die globale Klimaveränderung, Müllreduzierung, Weiterverwertung, Recycling, Upcycling, Material(-eigenschaften) nach dem Gebrauch usw. Puh …

Und was ist mit den Aspekten in Sachen Design? Verpackungen sollen bestenfalls Marken stärken, (Werbe-)Botschaften transportieren, Funktional und Verbraucherfreundlich sein. Um bei dem Gurken-Beispiel zu bleiben, wäre es eine Lösung die Gurken so zu verpacken, dass die Verpackung mehrfach verwendet werden kann, Stichwort: Mehrweg? Oder die Verpackung so „intelligent“ ist, dass sie für andere Dinge weiterverwendet werden kann, im Sinne von Upcycling? Oder gar etwas völlig neues entsteht? Und wie kann man die Verbraucher motivieren, auf solche Dinge zu achten und entsprechend zu handeln. Nicht, dass dann doch wieder alles im Müll landet? Fragen, über Fragen …

Und: Sollte der Designer Aufträge von Kunden annehmen, die bekanntermaßen Materialien verschwenden, nicht auf ökologische Aspekte achten? Oder wäre es nicht besser, dem Kunden Alternativen zu zeigen? Diesen und weiteren Fragen geht der Guide nach.

Mein Fazit: “Why Shrink-wrap a Cucumber?“ empfehlenswert für alle, die mit Produkt-/Verpackungsdesign zu tun haben.


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Umweltfreundliche Alternative: Großformatiger Textildruck …

… auf 100% recyceltem PET. Großbilder, Roll up Displays und mehr gibt es auch umweltfreundlich.

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Seit Februar 2011 bietet CSS digital_fabric ein besonders umweltfreundliches Verfahren zur Herstellung digitaler Textildrucke. PET-Recycling kennt man ja vor allem durch die Verwendung in Getränkeverpackungen. Aber man kann auch hervorragende Synthetik-Gewebe daraus herstellen wie CCS PET beweist.

Das textile Material wird mit wasserbasierten Tinten bedruckt. Lt. dem Garnhersteller werden bei der Produktion von einer Tonne Recyclinggarn im Vergleich zu herkömmlichen Polyestergarnen bis zu 43.600 Liter Wasser und ca. drei Tonnen CO2-Emissionen eingespart. Beachtlich finde ich. Übrigens aus ca. 15 recycelten PET-Flaschen (0,5 L) entsteht ein Textildruck von einem Quadratmeter Größe.

Weitere Vorteile: geruchlos, brilliante Farben und eine scharfe Darstellung, schwer entflammbar nach DIN 4102 (B1).

Die Produktpalette reicht von modularen Systemen – z. B. mit stromsparenden LEDs beleuchtet – für Messen, Veranstaltungen usw. bis hin zu kleinen mobilen Systemen wie Roll Up Displays und div. Aufsteller. Weitere Informationen: www.ccs-digital.de

In meiner XING Gruppe „Nachhaltige Werbung“ auf die Produkte von „CCS“ aufmerksam geworden, lies ich mir ein Musterrahmen und Informationen zuschicken. Die Qualität ist wirklich erstklassig und ich werde meinen Kunden diese umweltfreundliche Alternative gerne anbieten.


Ein Kommentar

Nachhaltiges Design

Was ist eigentlich Nachhaltigkeit?

Unter Nachhaltigkeit wird vereinfacht ausgedrückt, die Ressourcenschonung, umsichtiges Nutzen und Handeln und damit die Sicherung von Lebensqualität für nachfolgende Generationen verstanden. Umweltschutz, soziale, ökonomische und ethische Faktoren fließen mit ein.

Damit ein Produkt und damit auch Werbemittel wie Flyer, Geschäftspapiere & Co. möglichst nachhaltig sind, sollten diese Aspekte berücksichtigt werden.

Auch als Designer kann man nachhaltig arbeiten und so seinen Kunden einen Mehrwert bieten.

(c) heidrun lutz

(c) heidrun lutz

Und wie kann ein Grafikdesigner nachhaltige Druckprodukte gestalten?

Design ist dann nachhaltig, wenn zum Beispiel folgendes berücksichtigt wird:

  1. Eine möglichst geringe Umweltbelastung durch Einsatz von Umweltpapieren (Recyclingpapiere oder Frischfaserpapiere mit dem FSC-Siegel). Druck mit Umweltfarben, möglichst Papiere mit niedrigen Grammaturen (helfen auch Kosten zu sparen), kurze Wege (Druckerei möglichst Ortsnah) usw.
  2. Den gegebenen Platz des Werbemittels gut ausnutzen, manchmal lässt sich so ein Druckwerk um die eine oder andere Seite reduzieren, was zudem wiederrum Druckkosten und evtl. Porto usw. spart.
  3. Die Druckauflage möglichst genau ermitteln, was ebenfalls der Umwelt und dem Budget dienlich ist. Und, eine individualisierte, kleinere Auflage bringt oft mehr als Massenaussendungen an Tausende Empfänger.
  4. Überlegen ob es wirklich 4-Farbdruck sein muss oder reichen evtl. auch zwei Farben, auch damit lässt sich die Umwelt entlasten.


Sozialverantwortliches Handeln

Lässt man seine Werbedrucksachen auf FSC-zertifiziertem Papier drucken, tut man gleichzeitig etwas für die Menschen, die für die Holz-/Papierbranche arbeiten, da das Siegel  u.a. auch dafür sorgt, dass Menschen nicht ausgebeutet werden.

Aber auch die Auswahl von Druckereien und anderen Unternehmen, die an der Produktion von Werbemitteln beteiligt sind, die bekanntermaßen faire Löhne zahlen und gute Arbeitsbedingungen bieten, sind ein wichtiger Aspekt in Sachen Nachhaltigkeit. – Nicht vergessen, will ich auch die Honorare der GrafikDesigner. Denn so mancher Kollege, lässt sich (aus welchen Gründen auch immer) im Preis soweit drücken, dass sogar Hilfe vom Staat nötig ist, um  überleben zu können.

Nachhaltiges Handeln lohnt sich in jedem Fall …

… heute, morgen und übermorgen, für alle nachfolgenden Generationen. Was mich sehr freut, dass offenbar immer mehr auf den Aspekt Nachhaltigkeit auch im Design geachtet wird. Modewort hin oder her. Auch interessant: Immer öfter werden bei der Auftragsvergabe, vor allem von öffentlichen Stellen, Designer berücksichtigt, die entsprechende Kenntnisse und nachhaltiges Arbeiten vorweisen können. Sei es durch entsprechende Infos auf der Website oder sie haben wie ich (zusätzlich) die „Charta für nachhaltiges Design“ des AGD unterzeichnet.

Übrigens, man kann auch durch die dezente Platzierung von FSC- oder Blauer-Engel-Logos erreichen, dass Nachhaltigkeit auf ihrer kommuniziert und auch hier wahrgenommen wird.

Nachhaltiges Design ist gut für die Umwelt und ihr Image!

Tipp: Lesen sie auch meine anderen Beiträge zum Thema „Design & Nachhaltigkeit“ 

Noch ein Tipp: „Media Mundo Beirat für nachhaltige Medienproduktion“

 


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Umweltfreundliche Verpackungen für Obst und Gemüse

Vor kurzem kaufte ich mal wieder etwas Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt und freute mich wie ein Schneekönig über die nostalgisch anmutende Obsttüte aus braunem Kraftpapier (bzw. Natronmischpapier).

(c) Foto Heidrun Lutz

Endlich mal kein Plastik! Ich kann mich noch gut erinnern in unserem Tante-Emma-Laden wurde das Obst immer in diesen Tüten verpackt. Herrlich. Da werden Kindheits-Erinnerungen wach … 😉

Leider sind besonders in den Supermärkten Plastiktüten für Obst und Gemüse allgegenwärtig und „normal“. Ich frage mich: Warum nur lassen wir uns mit Plastik – im wahrsten Sinne des Wortes – so einwickeln?

Also habe ich mich in meinem Netzwerk umgehört und ein bisschen recherchiert. Es gibt wohl noch etliche Marktbetreiber, die die braunen Tüten verwenden, um Obst und Gemüse einzupacken. Auch in Bioläden gibt es sie offenbar noch hier und da.

Das wirft jedoch neue Fragen auf: Warum wird nicht grundsätzlich in Papiertüten verpackt? Warum werden nicht auch im Supermarkt Papiertüten zum Verpacken für Obst und Gemüse angeboten?

Ich denke es ist vor allem mal wieder das Preis-Argument. Denn wie meine Recherchen ergeben haben, sind Papiertüten teurer. Halten bei gleicher Größe etwas weniger Gewicht aus, sind praktischer, weil auf Rollen zum Abreißen.

Eine Kraftpapiertüte mit Recyclingmaterial-Anteil in einer mittleren Größe (bis ca. 1,5 kg Gewicht) kostet etwa drei Mal so viel  (im niedrigen einstelligen Cent-Bereich, je nach Abnahmemenge) wie eine Plastiktüte, die sogar noch etwas größer ist und mehr Gewicht aushält.

Schade, dass – mal wieder – offenbar vor allem der Kostenfaktor zählt. Ich wäre gerne bereit die paar Cent (mehr) pro Tüte zu zahlen und so Plastikmüll zu vermeiden, Ressourcen zu schonen. Offenbar geht es aber nicht nur mir so. Wie eine Studie zeigt, hat die Hälfte der Befragten angegeben, für ein Produkt, das in einer vollständig recyclebaren Verpackung angeboten wird, auch mehr Geld ausgeben zu wollen!

Studienergebnis: Konsumenten wollen mehr Geld für recyclebare Verpackungen ausgeben

Ich persönlich vermeide wo immer möglich Plastiktüten und lasse mein Obst und Gemüse lose zum abwiegen. Jedoch geht das nicht immer – zumindest im Supermarkt. Was mich besonders ärgert, dass auch in Bioläden leider oft in Plastiktüten verpackt wird bzw. gerade Biofrüchte im Supermarkt oft besonders aufwändig mit Plastik (vor-)verpackt sind. Muss das sein? Reicht nicht das Siegel „Bio“ als Aufkleber auf dem Produkt? Wäre es den Aufwand nicht wert, auch hier etwas zu ändern? Umzudenken? Und, schöner sind Papiertüten auch! Oder nicht?

Zum Schluss noch zwei Links: Materialkunde zu Natronmischpapier und ein Anbieter für Natronpapiertüten.


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Mein grünes Büro

(c) Fotos Heidrun Lutz

Irgendwie hatte ich das Gefühl, heute mal wieder etwas in Sachen Grünes Büro schreiben zu müssen.

Wer sich wie ich nachhaltige Werbung auf die Fahnen geschrieben hat, sollte auch nachhaltig, umweltfreundlich arbeiten. Für mich ist das selbstverständlich und kein Lippenbekenntnis oder ein Trend auf den ich aufgesprungen bin.

Ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert: Inzwischen verwende ich zu 100 Prozent Recyclingpapier (in unterschiedlichen Weißgraden, je nach Einsatzzweck), schreibe und zeichne mit Bleistiften aus alten Zeitungen, markiere mit einem Trockenmarker und verschicke meine Briefpost in DirektRecycling-Umschlägen per GoGreen.

Natürlich sind auch meine Visitenkarten auf 100 Prozent Recyclingpapier gedruckt. Briefpapier habe seit 2009 nicht mehr drucken lassen, da die meiste Post ohnehin elektronisch übermittelt wird. Es hätte sich selbst eine kleine Auflage kaum gelohnt und nur unnötig Ressourcen verbraucht.

So wird mit meinem Grünen Büro, quasi nebenbei, auch die Werbung für meine Kunden ein Stückchen grüner, nachhaltiger. Damit die PrintWerbung auch möglichst nachhaltig ist, werden Flyer & Co. umweltfreundlich gedruckt, wenn möglich von einer Druckerei in der Nähe,in angemessenen Auflagen. Oder, wenn möglich gibt es nur eine PDF-Version.

Weitere Tipps, wie auch Sie Ihr Büro grüner machen können gibt es hier im Blog >> Grünes Büro

In meiner XING-Gruppe „Nachhaltige Werbung“ gebe ich ebenfalls Tipps fürs grüne Büro sowie auf meiner Facebook-Site.

Übrigens: So schön kann eine Gestaltung auf grauem (weißes gibt es natürlich auch) Recyclingpapier wirken …

Obwohl noch nicht offiziell: Ich freue mich sehr, dass mein Engagement nun auch vom B.A.U.M. (Umweltfreundlichstes Büro Deutschland) ausgezeichnet wird. Mehr dazu in Kürze.

PS: Übrigens gebrauchte Büromöbel sind in der Regel nachhaltiger – im doppelten Sinn – als der Neukauf, es werden wertvolle Ressourcen und Ihr Budget geschont.  Mein Tipp dazu: www.das-curriculum.de, Christine Müller berät Sie kompetent und zeigt Lösungen und Möglichkeiten auf, wie Sie an gebrauchte (Marken)Büromöbel kommen oder Ihr Bestandsmobilar zu Geld machen können.


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EcoDesign: Gehört „Cradle to Cradle“ die Zukunft?

Und, ist Nachhaltigkeit Umweltzerstörung?

Durch einen interessanten Beitrag in der PAGE Unsustain! Transform!“ darauf aufmerksam geworden, meine Sichtweise dazu.

Nachhaltigkeit alleine ist sicher keine Lösung. Denn sie zielt „nur“ darauf ab, umweltfreundliche Produkte herzustellen, faire Arbeitsbedingungen zu bieten, die Umwelt möglichst wenig zu beeinflussen usw. Bedenkt man, dass die Welt-
bevölkerung wächst und wächst und immer mehr Menschen immer mehr wollen. Was nützt es dann, wenn immer mehr Produkte zwar nachhaltig (wie auch immer man es genau definiert) hergestellt, aber die Ressourcen immer schneller aufgebraucht werden?

So gesehen, ist die Aussage „Nachhaltigkeit ist Umweltzerstörung“ durchaus angemessen.

Das „Cradle-to-Cradle-Prinzip“ (deutsch: Von der Wiege zur Wiege) dagegen, bietet die Chance, dass unser Planet lebenswert bleibt. (s. a. epea-hamburg.org)

Einfach ausgedrückt heißt Cradle-to-Cradle, dass es keinen Abfall gibt. Egal welches Produkt hergestellt wird, es bleibt im Kreislauf. Die Produkte werden so gestaltet, dass sämtliche eingesetzte Materialien entweder in ihre Bestandteile zerlegt und wiederverwertet werden können. In den biologischen oder technischen Kreislauf zurückgeführt werden können. Auf diese Weise ist eine nahezu 100%ige Rückgewinnung möglich. Es werden praktisch keine neuen Rohstoffe benötigt.

Um dieses Prinzip umzusetzen sind auch Produktdesigner gefragt, innovative Ideen zu entwickeln und so quasi das neue EcoDesign zu etablieren. So hat der Designer die Möglichkeit einen bedeutenden Beitrag sowohl in Sachen Ökonomie als auch zur Ökologie beizutragen.

Durch entsprechende Gestaltung kann dem Verbraucher eine Alternative geboten werden. Statt wie bisher Dinge einfach zu verbrauchen und sie dann weg zu werfen, kann er sie im Grunde gebrauchen so lange er möchte und dann in den Materialkreislauf zurückgeben, damit wieder neues draus entsteht.

Da die Rohstoffe im Kreislauf bleiben und immer wieder verwendet werden, senkt dies natürlich die Produktionskosten und dies wiederum beeinflusst die Preise positiv. Hersteller und Verbraucher profitieren also beide und die Natur sowieso.

Der Glaube, der sich ja immer noch hartnäckig hält, das Ökologie teuer ist, ist ein Irrtum. Dafür gibt es genug Beispiele. Denn meist ausgeblendet werden die Kosten, die die Umweltzerstörung, die Ausbeutung der Rohstoffe usw. nach sich zieht. Kluges, vorausschauendes Wirtschaften rechnet sich, für alle.

Ein einfaches Beispiel, das Öko eben nicht teuer ist bzw. sein muss: Der konventionelle Milchbauer bringt seine Kühe mit Hochleistungs-Kraftfutter (dass er zukaufen muss) und die Kühe nur schlecht vertragen, zu unnatürlichen Milchleistungen. Die Folge, immer mehr Kühe bekommen gesundheitliche Probleme, die Tierarztkosten nach sich ziehen. Und, die Kühe werden selten älter als fünf Jahre.

Der Bio-Bauer hingegen füttert mit Gras und Heu, hat zwar pro Jahr weniger Milchleistung, aber seine Kühe werden deutlich älter und sind weniger krank und „glücklicher“ sind sie sicher auch. Unter dem Strich hat die Bio-Kuh über die längere Lebensdauer mehr Milch produziert und der Bio-Bauer steht besser da. So viel zum Thema Öko ist unwirtschaftlich.

Mein Fazit: Cradle-to-Cradle gehört die Zukunft. Unternehmen, die danach wirtschaften und handeln, werden sicher in Zukunft „normale“ nachhaltig arbeitende Unternehmen als halbherzig dastehen lassen. Also auch ein klarer Wettbewerbsvorteil.

Zum Schluss, beispielhaft ein deutsches Unternehmen, dass zumindest schon Produkte (Bio-Baumwoll-Shirts) nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip anbietet: TRIGEMA.

Bei Textilien bedeutet Cradle-to-Cradle übrigens, dass das Textil am Ende des Lebenszyklus zu einem neuen Kleidungsstück oder Accessoire verarbeitet wird und so einen Neuanfang bekommt.