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Bürogarten? Ökologisch? Na klar!

Ich arbeite ja vom Homeoffice aus. Deshalb sehe ich meinen kleinen aber feinen Terrassengarten auch als Bürogarten. Jetzt wo die Ernte-Hochzeit angebrochen ist, gibt es für mich nichts leckeres, als zur Mittagspause einen frischen Snack oder eine Beilage direkt von der Terrasse zu holen. Am besten sonnenwarm und so richtig reif und geschmackvoll.

Frisch. Knackig. Lecker. Gesund.

Typischerweise sieht mein Mittagsimbiss zurzeit in etwa so aus: Ein selbstgebackenes Vollkornbrötchen mit einem Stückchen Käse, einer Tomate und/oder eine Mini-Gurke, etwas Basilikum oder Schnittlauch bzw. ein paar Blätter Pimpinelle dazu. Und ein paar Nasch-Erdbeeren zum Nachtisch. Oder eine leckere violette Möhre (sehr süß und zarter als ihre orangen Verwandten) als kleine Knabberei zwischendurch. Ich hoffe, dass ich bald auch meine ersten Physalis naschen kann. Die beiden Pflanzen haben schon massig Früchte angesetzt.

Ein paar Impressionen …

Selbstverständlich gärtnere ich ökoLogisch. D.h. kein Kunstdünger, keine Erde mit Torf, keine chemischen Pflanzschutzmittel oder chem. Schädlingsbekämpfung, Samen und Pflanzen kaufe ich, wenn möglich, in Bio-Qualität bzw. schneide Stecklinge oder ziehe Pflanzen aus selbst gewonnenen Samen.

Da meine Pflanzenwelt kunterbunt gemischt ist, ich kann trotz kleinem Platzangebot eine große Vielfalt mein eigen nennen, habe ich kaum Probleme mit Schädlingen: nur gefräßige Nacktschnecken ärgern mich hin und wieder …

Mein Tipp: Für alle Büros, egal ob Homeoffice oder „normales“ Büro, ein Plätzchen für ein paar Töpfe mit Tomaten, Salat, Radieschen, Kräutern u. ä. wird sicher zu finden sein. Es gibt einfach nichts besserers als die eigenen, frisch geernteten Früchte. Sie sind nicht nur besonders lecker, weil vollreif, sondern es macht auch noch Spaß, das (Büro-)Gärtnern – in der Mittagspause oder auch mal nach Feierabend.

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Wie nachhaltig können Verpackungen sein?

Der GuideWhy Shrink-wrap a Cucumber?“ von Laurel Miller und Stephen Aldridge hat mich drauf gebracht, einmal näher über nachhaltige Verpackungen bzw. Verpackungsdesign nachzudenken. Fragen wie: „Warum es ökologisch Sinn macht, Gurken in Plastik einzuschweißen?“ gaben den Anstoß.

Ich gestehe, auch ich rege mich immer mal wieder über diese eingeschweißten Dinger auf. Vor allem, weil in unserem Supermarkt ausgerechnet die Bio-Gurken eingeschweißt sind! Muss es denn noch mehr Plastik sein? Versinken die Meere nicht ohnehin schon im Plastikmüll? Kann man nicht einfach eine Recyclingpapier-Banderole um die (Bio-)Gurke machen?

Nachhaltig, VerpackungDas Buch ließ mich in eine andere Richtung denken. Denn auf den ersten Blick scheint einem die Plastikfolie wirklich nur überflüssig und unsinnig, Verschwendung von Ressourcen usw. Doch halt: Eingeschweißte Gurken verlieren weniger Gewicht/Feuchtigkeit als nicht eingeschweißte und bleiben damit länger frisch, sprich: haltbar. Schön denke ich mir, die Folie verhindert also ein allzu schnelles Verderben. Andererseits, was habe ich davon, wenn eine Gurke, die eingeschweißt ist womöglich eine Woche länger frisch bleibt, aber die Vitamine immer weniger werden? Frisch aber ohne „Inhalt“. Hm … ???!!!

Einen weiteren positiven Aspekt des Einschweißens hatte ich auch noch nicht bedacht: Durch die längere Frische wird verhindert, das noch mehr Gurken (und andere eingeschweißte Frischeprodukte) weggeworfen werden.

Mein Tipp zur Lebensmittelverschwendung: Die Doku „Taste the waste“.

So müssen weniger Gurken angebaut werden, was wiederum weniger Wasserverbrauch, Dünger und Kraftstoff für den Transport bedeutet. Weniger Methan wird freigesetzt, wenn sie auf den Müllkippen verrotten, denn nicht alle Lebensmittel, die im Müll landen, werden in Biogasanlagen zu Energie oder werden kompostiert.

Also gar nicht so einfach mit den nachhaltigen Verpackungen, was nicht nur auf das Beispiel „Einschweißen“ zutrifft. Es gibt viele Aspekte zu berücksichtigen. Aber was ist nun die nachhaltigste, ökologischste Variante in Sachen Verpackung? Was muss alles berücksichtigt werden? Die Auswirkungen auf die globale Klimaveränderung, Müllreduzierung, Weiterverwertung, Recycling, Upcycling, Material(-eigenschaften) nach dem Gebrauch usw. Puh …

Und was ist mit den Aspekten in Sachen Design? Verpackungen sollen bestenfalls Marken stärken, (Werbe-)Botschaften transportieren, Funktional und Verbraucherfreundlich sein. Um bei dem Gurken-Beispiel zu bleiben, wäre es eine Lösung die Gurken so zu verpacken, dass die Verpackung mehrfach verwendet werden kann, Stichwort: Mehrweg? Oder die Verpackung so „intelligent“ ist, dass sie für andere Dinge weiterverwendet werden kann, im Sinne von Upcycling? Oder gar etwas völlig neues entsteht? Und wie kann man die Verbraucher motivieren, auf solche Dinge zu achten und entsprechend zu handeln. Nicht, dass dann doch wieder alles im Müll landet? Fragen, über Fragen …

Und: Sollte der Designer Aufträge von Kunden annehmen, die bekanntermaßen Materialien verschwenden, nicht auf ökologische Aspekte achten? Oder wäre es nicht besser, dem Kunden Alternativen zu zeigen? Diesen und weiteren Fragen geht der Guide nach.

Mein Fazit: “Why Shrink-wrap a Cucumber?“ empfehlenswert für alle, die mit Produkt-/Verpackungsdesign zu tun haben.


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Umweltfreundliche Verpackungen für Obst und Gemüse

Vor kurzem kaufte ich mal wieder etwas Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt und freute mich wie ein Schneekönig über die nostalgisch anmutende Obsttüte aus braunem Kraftpapier (bzw. Natronmischpapier).

(c) Foto Heidrun Lutz

Endlich mal kein Plastik! Ich kann mich noch gut erinnern in unserem Tante-Emma-Laden wurde das Obst immer in diesen Tüten verpackt. Herrlich. Da werden Kindheits-Erinnerungen wach … 😉

Leider sind besonders in den Supermärkten Plastiktüten für Obst und Gemüse allgegenwärtig und „normal“. Ich frage mich: Warum nur lassen wir uns mit Plastik – im wahrsten Sinne des Wortes – so einwickeln?

Also habe ich mich in meinem Netzwerk umgehört und ein bisschen recherchiert. Es gibt wohl noch etliche Marktbetreiber, die die braunen Tüten verwenden, um Obst und Gemüse einzupacken. Auch in Bioläden gibt es sie offenbar noch hier und da.

Das wirft jedoch neue Fragen auf: Warum wird nicht grundsätzlich in Papiertüten verpackt? Warum werden nicht auch im Supermarkt Papiertüten zum Verpacken für Obst und Gemüse angeboten?

Ich denke es ist vor allem mal wieder das Preis-Argument. Denn wie meine Recherchen ergeben haben, sind Papiertüten teurer. Halten bei gleicher Größe etwas weniger Gewicht aus, sind praktischer, weil auf Rollen zum Abreißen.

Eine Kraftpapiertüte mit Recyclingmaterial-Anteil in einer mittleren Größe (bis ca. 1,5 kg Gewicht) kostet etwa drei Mal so viel  (im niedrigen einstelligen Cent-Bereich, je nach Abnahmemenge) wie eine Plastiktüte, die sogar noch etwas größer ist und mehr Gewicht aushält.

Schade, dass – mal wieder – offenbar vor allem der Kostenfaktor zählt. Ich wäre gerne bereit die paar Cent (mehr) pro Tüte zu zahlen und so Plastikmüll zu vermeiden, Ressourcen zu schonen. Offenbar geht es aber nicht nur mir so. Wie eine Studie zeigt, hat die Hälfte der Befragten angegeben, für ein Produkt, das in einer vollständig recyclebaren Verpackung angeboten wird, auch mehr Geld ausgeben zu wollen!

Studienergebnis: Konsumenten wollen mehr Geld für recyclebare Verpackungen ausgeben

Ich persönlich vermeide wo immer möglich Plastiktüten und lasse mein Obst und Gemüse lose zum abwiegen. Jedoch geht das nicht immer – zumindest im Supermarkt. Was mich besonders ärgert, dass auch in Bioläden leider oft in Plastiktüten verpackt wird bzw. gerade Biofrüchte im Supermarkt oft besonders aufwändig mit Plastik (vor-)verpackt sind. Muss das sein? Reicht nicht das Siegel „Bio“ als Aufkleber auf dem Produkt? Wäre es den Aufwand nicht wert, auch hier etwas zu ändern? Umzudenken? Und, schöner sind Papiertüten auch! Oder nicht?

Zum Schluss noch zwei Links: Materialkunde zu Natronmischpapier und ein Anbieter für Natronpapiertüten.


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Wie man den ökologischen Fußabdruck verringern kann – auch im Büro

Es ist immer wieder interessant, von Zeit zu Zeit seinen eigenen Fußabdruck zu ermitteln. Auch für mich. So kann ich zwar von mir behaupten, ein ganzes Stück unterhalb des deutschen Durchschnitts zu liegen (je nach Rechenmodell mal mehr, mal etwas weniger), dennoch gibt es noch immer Optimierungsmöglich-
keiten.

(c) Foto Heidrun Lutz - http://www.4plus-marketingservice.de

Jedes konsumiertes Produkt, das gilt natürlich auch im Büro, hinterlässt einen ökologischen Fußabdruck.

Zuhause wird der Müll getrennt, Wasser gespart,  die Rückseite von nicht mehr benötigten Ausdrucken wird als Schmier-
papier verwendet usw.  … Kaum ist der Mensch jedoch im Büro, bleibt nicht selten die gute „Kinderstube“ zuhause.

Zur Erinnerung deshalb ein paar Anre-
gungen, wie Sie auch im Büro umwelt-
freundlicher arbeiten
können und damit Ihren Footprint verringern und der Umwelt Gutes tun.

Achten Sie grundsätzlich darauf, auf Produkte und Dienstleistungen zu verzichten, die Ihnen weniger wichtig und nicht unbedingt erforderlich sind. Mit diesem Bewusstsein, können Sie Ihren Fußabdruck schon verkleinern. Im übrigen sind das meine Top 10 …

  1. Kaufen Sie bevorzugt langlebige, reparaturfreundliche Qualitätsprodukte.
  2. Kaufen Sie nur dann ein neues Firmenfahrzeug, wenn es mindestens 2 Liter weniger Kraftstoff auf 100 km als Ihr bisheriges verbraucht.
  3. Bilden Sie Fahrgemeinschaften oder noch besser, nutzen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel. >> Tipp: Pendlernetze nutzen oder lesen Sie meine Tipps für umweltfreundlicheres Reisen zu Geschäftsterminen.
  4. Nutzen Sie Leasing, besonders bei hochwertigen Produkten (ein Servicevertrag garantiert eine lange Nutzung).
  5. Reduzieren Sie Ihren Papierverbrauch. Vieles muss nicht immer ausgedruckt werden. Nutzen Sie Recyclingpapier und wenn möglich die Rückseite als Schmierpapier.
  6. Geben Sie Upcycling oder Recycling-Produkten den Vorzug. Zum Beispiel Recycling-Gläser, Secondhand-Möbel usw. Tipp: www.das-curriculum.de/
  7. Nicht mehr benötigte Produkte, Geräte ins Recycling geben. Alt-Handys können Sie z. B. hier abgeben: www.handysfuerdieumwelt.de
  8. Seien Sie sparsam mit dem Wasserverbrauch und spülen nicht jede Tasse einzeln. Toiletten mit Spartasten oder noch besser mit Regenwasser-
    system ausstatten.
  9. Geräte nicht im Stand-by-Modus über Nacht laufen lassen, sondern richtig abschalten.
  10. Grünpflanzen für ein besseres Raumklima, evtl. sogar einen
    Fensterbankgarten für frische Kräuter auf dem Pausensnack …

Im Übrigen gilt natürlich alles, was auch im Privaten gilt: Stromsparende Geräte verwenden, Raumtemperatur max. auf 20-22 Grad stellen, regionalen Produkten den Vorzug geben usw.

Einige weitere Tipps und Anregungen fürs „Grüne Büro“ finden Sie hier im Blog.

PS: Noch ein Link-Tipp: www.footprintnetwork.org 


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Fairtrade wächst und gedeiht

Der Umsatz mit fairen Produkten steigt kontinuierlich  – 2010 stieg der Umsatz um rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 340 Millionen Euro, 2011 waren es bereits 400 Millionen Euro.

(c) Fairtrade

Nach wie vor das gewichtigste Produkt ist Kaffee, er hält rund 80 Prozent des Gesamtumsatzes mit fairen Produkten. Bedenkt man, dass aber nur zwei  (!) Prozent des gesamten Kaffeeumsatzes in Deutschland auf fairen Kaffee entfallen, wird auf der anderen Seite klar wie klein der Anteil trotz der sehr guten Entwicklung ist. In Großbritannien liegt der Anteil von fairem Kaffee übrigens bei etwa 20 Prozent.

Auch, wenn Fair nicht automatisch bedeutet, dass das Produkt auch „Bio“ ist, ist ein Großteil dennoch öko-
logisch
produziert. Beim Kaffee macht der Bioanteil beispielsweise immerhin 67 Prozent aus.

Mehr Daten und Fakten: www.fairtrade-deutschland.de

Laut einer Studie von 2009 kennen 69 Prozent der deutschen Verbraucher das Fairtrade-Siegel und knapp drei Viertel der Befragten sind der Meinung, dass eine unabhängige Zertifizierung der beste Weg ist, den ethischen Anspruch eines Produktes glaubhaft zu machen.

Soweit so gut.

Was sicher nicht jeder weiß, dass „nur“ mindestens 20 Prozent eines fairen Produktes aus fairem Handel stammen müssen?! 100 Prozent fair ist bei vielen Produkten leider (noch) nicht möglich. Da nicht immer alle Zutaten (wie z. B. bei Schokolade) im fairen Handel verfügbar sind, könnten sonst viele Fairtrade-zertifizierte Produkte nicht hergestellt werden. So gilt die Regel, dass Zutaten, die im fairen Handel nicht erhältlich sind, auch genutzt werden dürfen. Auf der anderen Seite gilt aber auch, alles was fair verfügbar ist, muss auch eingesetzt werden.

Es ist schön dass faire Produkte immer öfter den Weg auch in deutsche Haushalte finden. Mein Wunsch ist es, dass auch im Büro mehr Fair Einzug hält. Hier kann jeder Vorbild sein.

Zum Schluss noch ein kleiner Test, wenn Sie mögen: Wie gut wissen Sie über Fairtrade Bescheid? Testen Sie Ihr Wissen bei GEO.


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Neue Kampagne: Bio & Fair vereint

Die Kampagne will mit dem Slogan „BIO ohne FAIR ist wie ICH ohne DICH“ das Ziel erreichen, Verbrauchern die Bedeutung von heimischen Bio & Fair-Lebens­mitteln näher zu bringen. In Videos, Podcasts und anschaulichen Texten soll das Thema und die Bedeutung von Bio & Fair vermittelt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Fragen:

• Was bedeutet bio, regional und fair?
• Warum ist es wichtig, soziale und ökologische Verantwortung zu übernehmen?
• Wie entsteht ein Bio-Lebensmittel?

Mehr zur Kampagne „Bio & Fair“

Ich finde es wichtig und richtig, dass man beide Aspekte der Nachhaltigkeit zusammenführt und auch als „Gesamtpaket“ vermittelt. Bleibt abzuwarten wie sich die Kampagne entwickelt und wie sie von den Verbrauchern angenommen wird.

Lesen Sie auch meinen Beitrag zum Thema: Ist „nur“ Bio noch zeitgemäß?


3 Kommentare

Nachhaltigkeit: Gesucht sind die besten Motive (Teil 2)

Weiter geht’s mit der Umfrage: Hier kommt der zweite Teil. Bitte macht auch heute wieder mit und wählt Eure(n) Favoriten: das Motiv, das Nachhaltigkeit am besten vermittelt. Vielen Dank.

PS: Wer gestern bei Teil 1 noch nicht abgestimmt hat, kann das gerne heute nachholen >>>

PPS: Die Feuerwanzen sind natürlich Streifenwanzen  – was mich da wohl geritten hat 😉