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Audi will sich stärker naturnah und nachhaltiger präsentieren

Eigentlich sind Autos ja nicht so ganz mein Thema 😉 aber ein Beitrag in einer Tageszeitung hat mich neugierig gemacht.

Audi wirbt ja mit dem Slogan „Vorsprung durch Technik“, was immer schwieriger wird … Denn viele Techniken/Technologien finden sich mehr oder weniger in allen Marken/Modellen wieder. – Auch Elektroautos sind stärker im Kommen, führen jedoch noch immer ein Schattendasein. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Nun will sich Audi mit einem recht ausgefallenen Detail von seinen Mitbewerbern abheben, will sich mit Naturnähe und mehr Nachhaltigkeit positionieren. Zumindest beim A8 soll eine Lederausstattung möglich sein, die besonders natürlich gegerbt ist. Der Gerbstoff soll aus mitteleuropäischen Blättern und Kräutern gewonnen werden, statt der üblichen Chemie-Mixtur.

Auch wenn die Beweggründe für diesen Schritt in erster Linie wohl das Image waren, immerhin mit schönem Nebeneffekt: eine umweltfreundlichere Herstellung eines Bestandteils des Fahrzeugmodells. Wie die Käufer der Oberklasse-Limousine dieses Angebot annehmen werden, bleibt abzuwarten, zumal es nur ein kleines Detail ist. Aber wer weiß, wenn der Käufer die Wahl hat, nimmt er vielleicht doch lieber die etwas umweltfreundlichere Lederausstattung. Bleibt zu hoffen, dass Autos insgesamt umweltfreundlicher werden, denn da gibt es noch viel zu tun.

Was haltet ihr davon? Eine gute Verknüpfung von mehr Nachhaltigkeit und Imagepflege?

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Weniger ist mehr!

Bettina Schöbitz und Petra Schuseil haben gemeinsam zur Blogparade „Weniger ist mehr“ aufgerufen, an der ich mich gerne beteilige, zumal Nachhaltigkeit, Ressourcenschonendes Arbeiten, weniger „verbrauchen“ und Nachhaltiges Design – auch hierbei ist weniger meist mehr – genau mein Thema ist.

weniger, sparsam, umwelt schonen

„Weniger ist mehr“ auf das Berufsleben, meinen Job bezogen, bedeutet für mich zu erst einmal, mit allen Materialien, Ge- und Verbrauchsgütern im Büroalltag so schonend wie möglich umzugehen. So drucke ich zum Beispiel nur, wenn es unbedingt sein muss. Wenn ein Kunde eine gedruckte Rechnung wünscht oder wie kürzlich erst, ich einen Dummy basteln muss, als Vorlage für die Stanzung einer Weihnachtskarte.

Apropos Drucken: Es gibt ein PDF-Format das das Ausdrucken unterbindet und eine Schrift, die Ecofont, der Verdana ähnlich, die besonders wenig Tinte/Toner für den Ausdruck benötigt, Software, die den Bürodrucker stufenweise besonders sparsam drucken lässt. Mehr dazu unter „Grünes Büro“. 

Was mir auch sehr am Herz liegt, dass ich, wenn ich dann doch mal etwas ausdrucke(n) muss, ich zudem ausschließlich Recyclingpapier verwende. So muss für meine Ausdrucke kein einziger Baum gefällt werden!

Als kleiner persönlicher Bonus in Sachen umweltfreundliches und damit ressourcenschonendes Büro habe ich auch dieses Jahr wieder an der Aktion „Büro und Umwelt“ teilgenommen und erhielt eine Anerkennung für mein Engagement.

Aber das ist längst nicht alles. Stromsparende Geräte, kein Stand-by, Solar-Taschenrechner, 100% Öko-Strom und einiges mehr … Es gibt vieles im täglichen Büroleben, was man tun kann, wo weniger mehr und damit besser ist.

„Weniger ist mehr“ gilt aber auch – und ganz besonders – für das Gestalten und Produzieren der Werbematerialien meiner Kunden. Wenn es sich mit den Wünschen und Vorstellungen der Kunden vereinbaren lässt, achte ich auf eine sparsame Verwendung von Farbe auf Flyern, Broschüren & Co., die passende Druckauflage, die Wahl von umweltfreundlichen Papieren und Drucken, die Wahl des passenden Werbemediums usw.

Und „Weniger ist mehr“ ganz allgemein – und auch im Büroleben heißt für mich: Möglichst hochwertige, langlebige Produkte kaufen, die reparierbar sind, Produkte die aus dem Re- oder Upcycling kommen, zu einem möglichst hohen Anteil regional hergestellt wurden.

Bei der Ernährung achte ich ganz besonders auf gute, frische (möglichst unverpackte) Produkte aus der Region. Schon immer esse ich nur sehr wenig Fleisch und Fleischprodukte, wenn dann möglichst Bio und regional. Obst, Gemüse und vor allem Kräuter aus eigenem Anbau.

Ich denke, ich kann von mir sagen, dass ich recht umweltbewusst lebe, darauf achte, einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen. So nutze ich noch immer mein altes Mobil-Telefon (kein SmartPhone), fahre nur sehr wenig mit dem Auto, ganz darauf verzichten ist auf dem Land nicht wirklich realisierbar, ich habe bestimmt schon seit 10 Jahren keine Flugreise mehr gemacht.

Da mal wieder die Zeit drängt, mache ich an dieser Stelle Schluss. Zu schreiben hätte ich noch einiges, neue Tipps fürs grüne Büro usw. Wer mag stöbert einfach mal ein bisschen hier im Blog, zum Beispiel auch unter „Nachhaltiges Grafikdesign“.

Und, sicher gibt es noch mehr, was ich tun kann. Denn optimieren kann man immer. Eines meiner Ziele für 2014 ist es, noch mehr Strom einzusparen. Bisher habe ich es geschafft, jedes Jahr einige Kilowattstunden zu reduzieren.


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Kunden gewinnen: Rabatte sind nicht alles

Im Gegenteil, Rabatte können sogar zu geschäftlichem Misserfolg führen. Wohin Rabattschlachten führen können, zeigte unlängst erst das Beispiel PRAKTIKER. Unabhängig vom finanziellen Aspekt, wie soll ein Unternehmen denn auch bestehen, wenn es sich nur noch über Rabatte definiert? Kein Profil, kein USP, nichts …

Der Handel hat zu kämpfen. Ja, das kann ich mir vorstellen. Rabatte wohin man sieht. Noch vor ein paar Jahren gab es nur den Winter- und Sommerschlussverkauf. Heute läuft immer irgendein  „SALE“ … Mitternachts-Sale, Pre-Summer-Sale, Beach-Sale und andere Wortkreationen sollen Kunden locken.

Die Folge: Der Kunde gewöhnt sich daran und fragt sich natürlich, wieso soll ich noch zu regulären Preisen kaufen, wenn ich es in Kürze zum halben Preis oder noch günstiger bekommen kann?

Dazu werden immer höhere Rabatte eingeräumt, teilweise bis 70 Prozent, da frage ich mich, wohin soll das führen? Bekommen wir irgendwann die beworbenen Produkte, vor allem Mode, demnächst geschenkt? Darüber würden sich bestimmt viele Menschen freuen …

Aber jetzt mal im Ernst: Die Geister haben die Händler selber gerufen und jetzt kämpfen sie, müssen neue Wege finden, raus aus dem Strudel der Rabatte.

Wie bereits eingangs erwähnt, nur über den Preis, über Rabatte gewinnt man dauerhaft keine Kunden, denn es gibt unendlich viele vergleichbare Anbieter. Und immer einen, der noch günstiger ist. Also was kann man tun?

Das „Zauberwort“ heißt: Mehrwert. Um Kunden zu gewinnen und zu binden (darum geht es ja letztlich in erster Linie) braucht es frische Ideen. Nicht nur die Produkte, das Angebot bewerben, sondern ein Einkaufserlebnis bieten. Für Online-Shops der Modebranche sind Stylingtipps eine schöne Möglichkeit für Mehrwert. Wobei das ja nicht mehr neu ist …Auch mal wieder auf die Marketing-Tugenden besinnen, wie das „Anders als Andere“ .

Deshalb, wenn Rabatte, dann in Maßen und wohl dosiert (das gilt natürlich für alle Branchen) und sich mal (wieder) über Kundenwünsche Gedanken machen. Sich Fragen stellen wie: Was ist das Besondere an meinem Angebot? Wie kann ich für den Kunden den Einkauf zu einem (kleinen) Erlebnis werden lassen? Auch das Thema Nachhaltigkeit (aber bitte nur, wenn es ehrlich und authentisch ist und entsprechend kommuniziert) ist eine Möglichkeit sich zu positionieren. Parallel dazu kann man die Rabatthöhen sukzessive, in kleinen Schritten, wieder runter fahren.

Ich bin gespannt, wie es weiter geht. Wer den ersten Schritt wagt und den Rabattschlachten Lebe wohl sagt …


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Tag der Umwelt und Jahr der Luft

Der 5. Juni ist inzwischen ein fester Termin in meinem Kalender. Jedes Jahr überlege ich mir etwas, wie ich speziell zu diesem Termin einen kleinen Extra-Beitrag leiste. Dieses Jahr werde ich über den Tag verteilt div. Tipps für ein umweltfreundlicheres Büro twittern.

Büro, Sommer, Schreibtisch, WildblumenIst für euch der „Tag der Umwelt“ ein Begriff? Habt ihr vielleicht sogar eine Aktion dazu gestartet? Informiert ihr eure Kunden darüber? Oder sagt ihr euch, jeder Tag ist ein Tag der Umwelt, da brauche ich keinen eigens dafür erkorenen Tag?

Wie auch immer, ich finde es schön, dass es solche Tage gibt, an denen gezielt auf das jeweilige Thema aufmerksam gemacht wird. Natürlich darf man es auch nicht übertreiben … sonst droht „Inflationsgefahr“ 😉

Apropos Umwelt. Was aus meiner Sicht kaum wahrgenommen wird, dass wir dieses Jahr, das „Jahr der Luft“ haben. Das „Jahr des Waldes“ war in aller Munde, es gab viele Aktionen – auch, wenn es nun leider wieder in Sachen Wald eher ruhig geworden ist.

Tja und Luft ist auch irgendwie nicht so erfahrbar, so real möchte ich fast sagen, wie der Wald, Bäume … Obwohl, andererseits, die Luft umgibt uns tagtäglich und überall. Wir spüren den Wind und rümpfen die Nase, wenn es in den Städten wieder mächtig nach Abgasen müffelt oder neue Büromöbel „ausdünsten“.

Wolken, Himmel, saubere Luft

Immerhin, die Luftqualität hat sich in den letzten 20 Jahren deutlich verbessert, wir können wieder viel besser durchatmen, die Emissionen von Luftschadstoffen sind seit 1990 teilweise deutlich gesunken, wie z. B. Schwefelverbindungen, Staub und Kohlenmonoxid. Auch Schwermetalle und persistente organische Schadstoffe gelangen heute weniger in die Umwelt als noch Anfang der 90iger Jahre. Allerdings der gesundheitsschädliche Feinstaub und weitere Schadstoffe trüben leider die ansonsten positive Entwicklung.

So wie der Wald hilft unsere Luft zu filtern, sollten wir auch der Luft selbst einmal etwas Zeit widmen und darüber nachdenken, was wir, jeder Einzelne von uns, tun kann, damit die Luftqualität weiter verbessert wird. Dient schließlich auch der eigenen Gesundheit. Man kann z. B. öfter mal das Auto stehen lassen und mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, Laufen oder Wege mit dem Rad zurücklegen. So ganz nebenbei auch für die persönliche Fitness gut.

Auch die Luftqualität im Büro lässt sich verbessern und damit gesünder arbeiten. Beim Einkauf darauf achten, das die Einrichtung keine giftigen Stoffe ausdünstet, emissionsarme Kopierer verwenden, Lüften nicht vergessen, Pflanzen, die die Luftqualität verbessern usw. Einige weitere Tipps und Anregungen fürs „grüne“ Büro findet ihr hier im Blog —  sowie die Tipps zur Raumlauftverbesserung.

Last but not least, noch ein Link mit aktuellen Nachrichten zum Thema Luft und Luftqualität: www.umweltbundesamt.de


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Wie nachhaltig können Verpackungen sein?

Der GuideWhy Shrink-wrap a Cucumber?“ von Laurel Miller und Stephen Aldridge hat mich drauf gebracht, einmal näher über nachhaltige Verpackungen bzw. Verpackungsdesign nachzudenken. Fragen wie: „Warum es ökologisch Sinn macht, Gurken in Plastik einzuschweißen?“ gaben den Anstoß.

Ich gestehe, auch ich rege mich immer mal wieder über diese eingeschweißten Dinger auf. Vor allem, weil in unserem Supermarkt ausgerechnet die Bio-Gurken eingeschweißt sind! Muss es denn noch mehr Plastik sein? Versinken die Meere nicht ohnehin schon im Plastikmüll? Kann man nicht einfach eine Recyclingpapier-Banderole um die (Bio-)Gurke machen?

Nachhaltig, VerpackungDas Buch ließ mich in eine andere Richtung denken. Denn auf den ersten Blick scheint einem die Plastikfolie wirklich nur überflüssig und unsinnig, Verschwendung von Ressourcen usw. Doch halt: Eingeschweißte Gurken verlieren weniger Gewicht/Feuchtigkeit als nicht eingeschweißte und bleiben damit länger frisch, sprich: haltbar. Schön denke ich mir, die Folie verhindert also ein allzu schnelles Verderben. Andererseits, was habe ich davon, wenn eine Gurke, die eingeschweißt ist womöglich eine Woche länger frisch bleibt, aber die Vitamine immer weniger werden? Frisch aber ohne „Inhalt“. Hm … ???!!!

Einen weiteren positiven Aspekt des Einschweißens hatte ich auch noch nicht bedacht: Durch die längere Frische wird verhindert, das noch mehr Gurken (und andere eingeschweißte Frischeprodukte) weggeworfen werden.

Mein Tipp zur Lebensmittelverschwendung: Die Doku „Taste the waste“.

So müssen weniger Gurken angebaut werden, was wiederum weniger Wasserverbrauch, Dünger und Kraftstoff für den Transport bedeutet. Weniger Methan wird freigesetzt, wenn sie auf den Müllkippen verrotten, denn nicht alle Lebensmittel, die im Müll landen, werden in Biogasanlagen zu Energie oder werden kompostiert.

Also gar nicht so einfach mit den nachhaltigen Verpackungen, was nicht nur auf das Beispiel „Einschweißen“ zutrifft. Es gibt viele Aspekte zu berücksichtigen. Aber was ist nun die nachhaltigste, ökologischste Variante in Sachen Verpackung? Was muss alles berücksichtigt werden? Die Auswirkungen auf die globale Klimaveränderung, Müllreduzierung, Weiterverwertung, Recycling, Upcycling, Material(-eigenschaften) nach dem Gebrauch usw. Puh …

Und was ist mit den Aspekten in Sachen Design? Verpackungen sollen bestenfalls Marken stärken, (Werbe-)Botschaften transportieren, Funktional und Verbraucherfreundlich sein. Um bei dem Gurken-Beispiel zu bleiben, wäre es eine Lösung die Gurken so zu verpacken, dass die Verpackung mehrfach verwendet werden kann, Stichwort: Mehrweg? Oder die Verpackung so „intelligent“ ist, dass sie für andere Dinge weiterverwendet werden kann, im Sinne von Upcycling? Oder gar etwas völlig neues entsteht? Und wie kann man die Verbraucher motivieren, auf solche Dinge zu achten und entsprechend zu handeln. Nicht, dass dann doch wieder alles im Müll landet? Fragen, über Fragen …

Und: Sollte der Designer Aufträge von Kunden annehmen, die bekanntermaßen Materialien verschwenden, nicht auf ökologische Aspekte achten? Oder wäre es nicht besser, dem Kunden Alternativen zu zeigen? Diesen und weiteren Fragen geht der Guide nach.

Mein Fazit: “Why Shrink-wrap a Cucumber?“ empfehlenswert für alle, die mit Produkt-/Verpackungsdesign zu tun haben.


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Starkes GrafikDesign – auch mit kleinem Budget

Geht das? Ja, es geht. Kleine Budgets müssen nicht zwangsläufig mittelmäßige Lösungen bedeuten.

Normalerweise schrillen bei mir und auch bei den meisten meiner Kollegen sofort die Alarmglocken, wenn es heißt: „Wir haben aber nur ein kleines Budget.“. Zumindest ein ungutes Gefühl macht sich breit … 😉

Aber: Was heißt eigentlich GrafikDesign mit kleinem Budget? Was verstehe ich darunter? Die Arbeit, das Werbemittel ist nicht weniger gut, weil ich weniger Zeit in die Ideen und Umsetzung investiere, sondern weil ich ein Auge darauf habe, dass die Kosten möglichst klein bleiben.

Es geht vor allem um clevere Material- oder Formatwahl, das passende Druckverfahren oder auch das Nutzen von (zufällig entstehenden) Nebeneffekten. Es ist immer wieder erstaunlich, welche großartigen Lösungen entstehen können, auch ohne die großen Budgets, die Weltkonzerne haben.  Knappe Budgets können unter Umständen sogar die Kreativität fördern. Ein paar Beispiele wie man Kosten klein halten kann …

Flyer, kleinauflage, recycling, nachhaltig, günstig

– Fotos und Illustrationen von Bildagenturen verwenden. Evtl. sogar Bildmaterial von Ministock-Agenturen, die noch günstiger sind. Denn nicht immer müssen die Fotos neu und individuell angefertigt werden, was natürlich deutlich teurer ist.

– möglichst genau planen, wie viele Flyer gedruckt werden müssen. Statt 2.000 reichen womöglich auch 1.000 Stück oder sogar noch weniger.

– eine Imagebroschüre statt im 4-farb-Druck mit partieller Lackveredelung und Stanzungen nur  einen 2-Farb-Druck auf einem hochwertigen Bilddruckpapier. Da heute meist alles sehr bunt ist, kann man sich so gleichzeitig gut von seinen Mitbewerbern abheben = Mehrwert.

– Visitenkarten statt farbig bedrucken, einen farbigen Karton per Hand bestempeln usw.

Es geht also nicht um Preisdumping für Designleistungen. Denn GrafikDesign mit kleinem Budget ist nicht gleichzusetzen mit billigem (schlechtem) Design. Geschickte Kalkulation und Kreativität sowie eine kluge Planung im Vorfeld, so geht gutes GrafikDesign auch mit kleinem Budget. Oder anders ausgedrückt: Mit dem vorhandenen Budget möglichst viel erreichen und nach Möglichkeit einen Mehrwert schaffen, ohne die Investition aufzustocken.

Noch ein Wort zur Logoentwicklung/das Corporate Design: Ein Logo/das Corporate Design erfordert besonders viel Recherchearbeit, Ideenfindung, Scribbles und mehr, also Zeit, bis die ideale Lösung gefunden ist. Ein Logo für 100 Euro ist schlicht nicht machbar, einfach unrealistisch. – Das wäre dann ein Fall von Billig. – Denn in einer guten Stunde (bei einem Stundensatz von ca. 70 Euro) kann kein GrafikDesigner ein vernünftiges, starkes und einprägsames Logo/Corporate Design entwickeln.

Oft ein schöner Nebeneffekt, wenn das Budget eher klein ist:  Weil z. B. weniger gedruckt wird (geringerer Ressourcenverbrauch von Papier, Farbe, Energie usw.) wird zudem die Umwelt geschont. Das zeigt mal wieder, dass Nachhaltigkeit und gutes Design nicht teurer sein müssen.


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Nachhaltigkeit visualisieren

Gängige und besonders wirksame Mittel sind natürlich entsprechende Bilder(welten), keine Frage. Denn es wird wohl nahezu jeder, der ein Sonnenblumenfeld, frisches Grün, weite, natürliche Landschaften, bunt blühende Wiesen, klare Flüsse, Windräder, Sonnenkollektoren und ähnliches sieht als erstes an etwas „grünes“ denken.

Schmetterling, Natur, Umwelt, nachhaltigkeit, artenvielfalt

Andererseits geht es ja gerade in der Werbung darum, sich von seinen Mitbewerbern abzuheben. Also eine echte Herausforderung passende, andere Motive zu finden, die einerseits Nachhaltigkeit vermitteln und gleichzeitig anders als die „üblichen Verdächtigen“ sind. Da dies aber nicht immer so möglich ist, wie man es sich wünscht, sind andere, weitere Gestaltungsmittel gefragt.

Zum Beispiel individuelle Illustrationen. Sie liegen im Trend und bieten meist mehr Gestaltungsfreiraum als eine Fotografie, zumal der jeweilige Künstler/Designer so noch mehr seinen eigenen Stil einbringen kann. Oder auch Kombinationen aus beiden Medien.

Aber halt! Nicht nur Bilder sind in der Lage Nachhaltigkeit zu visualisieren. Die Farbwahl des zu gestaltenden Objektes/Mediums ist natürlich ebenso wichtig. Und, es muss nicht immer Grün sein. ORANGE ist das neue Grün, schrieb ich kürzlich, da mir auffiel, dass „grüne“ Unternehmen immer öfter Orange einsetzen.  Auch Gestaltung und Wortwahl der Headline ist ein Mittel, um Nachhaltigkeit zu visualisieren. Die Botschaft muss zu den Bildern stimmig sein, den nachhaltigen Aspekt unterstreichen.

Noch einen Schritt weiter gedacht: Die Bild- und Textsprache (vor allem der informative Teil) sollte in der Lage sein, Vertrauen zu schaffen, Ehrlichkeit und Authentizität vermitteln zu können. Nur so wird Nachhaltigkeit erfahrbar und nachvollziehbar, kommt bei der Zielgruppe an.

Nachhaltiges Design, Natur, Rapa NuiGeht es um gedruckte Werbung, gibt es eine weitere Möglichkeit Nachhaltigkeit zu vermitteln: Die richtige Wahl des Papiers. Am besten Recyclingpapier, dem man noch ansieht, dass es recycelt wurde, brauner Karton oder braunes Kraftpapier vermitteln ebenfalls Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein sehr gut. Denn was oft vergessen wird, auch über die Papierwahl und die Haptik lässt sich Nachhaltigkeit visualisieren und stärkt das nachhaltige Gesamtbild.

Zur Inspiration: Klarheit, Einfachheit, Reduktion, Recycling, Langlebigkeit,  Natürlichkeit … Weiterhin: Elemente, die Handarbeit vermitteln (Faltungen, handgeschriebene Elemente, Stempel usw.), Wertigkeit, Hochwertigkeit.

In Sachen Typografie finde ich besonders schön und passend: klare Linien, einfache, moderne Schriften, gerne in Kombination mit Schriften im Handschrift-Stil.  Ganz besonders schön finde ich eigens entwickelte Handschriften.

Mehr Inspiration …

Einige schöne Design-Beispiele gibt es auf meinem Pinterestboard „Design
Mein Artikel  „… beste nachhaltige Motiv …“
Hier ein Video, das zeigt wie vielfältig die Menschen Nachhaltigkeit sehen und darstellen: www.zukunftsraum.at
Und zur „grünen“ Typografie hier ein interessanter Beitrag: www.nachhaltigkeitsblock.de

 >> Tipp: In Kürze lesen sie „Starkes Grafik Design mit kleinem Budget, das gleichzeitig die Umwelt schont.“ <<