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Sinkender Einsatz von Recyclingpapier – auch im Büro

Kürzlich las ich, dass der Einsatz von Recyclingpapieren im Büro leider wieder rückläufig ist. Lt. einem Beitrag im DUH-Magazin sind nur noch 13 Prozent der Büropapiere aus Altpapier hergestellt. Durch die Nutzung der digitalen Medien wird wohl insgesammt etwas Papier eingespart. Immerhin. Aber leider sind die meisten Menschen Gewohnheitstiere und drucken noch immer alles Mögliche aus, obwohl es gar nicht nötig wäre. Schade, dass es zudem auch noch fast nur Frischfaserpapiere sind, die zum Einsatz kommen …

Wie es mit Printwerbung und Recyclingpapieren ausschaut weiß ich leider nicht. Kann aber aus eigenger Erfahrung sagen, dass sich immer mehr Kunden dafür entscheiden. Meist, weil es praktisch keinen Unterschied mehr zu „normalen“ Papieren gibt. Die Preisunterschiede oft nur gering sind und sie gerne einen Beitrag zum Umweltschutz leisten möchten – Stichwort: Ressourcen schonen. Und, ab und zu ist es sogar ausdrücklich erwünscht, dass es „echtes“ Recyclingpapier ist, dem man durch den grauen Ton noch ansieht, dass es eben Recyclingmaterial ist. – Hatte erst kürzlich eine Anfrage dazu. Schließlich lässt sich so das gewünschte „grüne“ Image zusätzlich transportieren.

Ich frage mich daher, warum  der Anteil an Recyclingpapieren im Büroeinsatz wieder rückläufig ist? Die Papierauswahl (auch hochweiße Papiere) ist groß und lässt eigentlich keine Wünsche offen. Sind es evtl. die Preise? Denn ich habe festgestellt, dass zumindest bei den Büropapieren die Preise etwas angezogen haben. Ist das Ausgangsmaterial womöglich knapp und treibt die Preise hoch? Andererseits, hält man sich zurück mit den Ausdrucken, druckt nur, wenn es unbedingt sein muss, dürften auch Preiserhöungen kaum ins Gewicht fallen.

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Wie auch immer: Ich verwende ausschließlich Recylingpapier im Büro und auch meine Visitenkarten und das Briefpapier sind natürlich auf recyceltem Papier gedruckt. Zudem recycle ich sogar quasi doppelt. Ist ein Ausdruck „alt“ verwende ich die Rückseite für Notizen, Skizzen usw. und erst dann landet das Papier irgendwann in der „grünen Tonne“. Gerade heute bekam ich wieder Nachschub von div. recyceltem Büromaterial. Nicht nur Papier sondern auch Briefumschläge aus dem Direktrecycling und Klebeand, ebenfalls aus Recyclingmaterial sowie ein paar andere Kleinigkeiten (alle zumindest mit hohem Recyclinganteil).

Da sich nicht alle Kunden vom Vorteil von Recyclingpapieren überzeugen lassen, spende ich seit April 2013 grundsätzlich für jeden Design-/Druckauftrag einen Baum (über I plant a Tree) – unabhänig, welches Papier zum Einsatz kam und bespreche mit den Kunden, wie viel Flyer & Co. sie wirklich benötigen, damit möglichst kein Blatt Papier zu viel bedruckt wird und anschließend ungesehen in der Tonne landet.

Und, wie schaut es bei euch aus? Wie hoch ist euer Anteil an Recyclingpapier?

PS: Nicht zu vergessen, auch Hygienepapiere gibt es in Recyclingqualität und die sind nicht schlechter als ihre weißen „Verwandten“. Da bin ich konsequent.

PPS: Zum Thema noch ein Link-Tipp (der eine oder andere kennt die Seite vielleicht noch nicht): www.papiernetz.de Und auch hier im Blog gibt es in der Rubrik„Grünes Büro“ weitere Tipps und Infos.

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