Queerbeet: Tipps, Ideen & mehr

Lesetipp: Zwei neue „grüne“ Umweltmagazine

(c) Stiftung Unternehmen Wald e.V.

Mein erster Tipp das „Wald-Magazn„.

Das neue Magazin „Wald“ ist ab dem 19. September im Handel erhältlich und ist nach eigenen Angaben: „… das Magazin für Menschen, deren Freude am Leben eng mit dem bewussten Genießen der Natur verbunden ist. Und mit der Freude, diese zu schützen.“ Es soll 4 mal jährlich erscheinen und kostet als Abo 26,00 Euro.

Eine Leseprobe gibt es hier: www.wald.de/magazin

Mein zweiter Tipp: „SHARE„.

Seit Juli auf dem Markt, das neue Magazin "SHARE" ... Wer teilt, hat mehr vom Leben ...umweltfreundlicher ist auch :-)
(c) Burda Services GmbH

Seit Juli ist es auf dem Markt, das neue Magazin „SHARE“ … Wer teilt, hat mehr vom Leben heißt der „Aufmacher“. Und, umweltfreundlicher ist auch. Leihen und tauschen statt kaufen. Gut leben, Gutes tun, damit präsentiert sich das „grüne“ Lifestyle-Magazin für ein neues Lebensgefühl.

Auch hierzu gibt es eine Leseprobe: www.lets-share.de/magazin-leseprobe

Übrigens: Mehr Tipps zu „grünen“ Themen, wie grünes Büro, nachhaltige, grüne Werbung, umweltfreundlich Leben, DIY, Recycling, Upcycling gibt es an meinem Pinboard, schaut mal rein: www.pinterest.com

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Marketing & Vermarktung, nachhaltiges Grafikdesign

Unternehmenserfolg: Warum Design so wichtig ist bzw. immer wichtiger wird

Jeden, oder fast jeden Tag stehen wir als Verbraucher, privat oder geschäftlich, vor Kaufentscheidungen. Bevor wir uns mit dem Produkt näher beschäftigen, z.B. nach Inhaltsstoffen, Qualitätskriterien, Leistungsmerkmalen usw. schauen, schauen wir natürlich auf das Äußere, die Verpackung. Oder, wir sind z.B. gerade auf der Suche nach dem Produkt X, sind so aufmerksamer, reagieren auf entsprechende Anzei-
gen, TV-Spots, Internetwerbung usw. …

Das Design, die Gestaltung von Werbung und Verpackung, ist das erste was wir wahrnehmen, unser Interesse weckt, und uns dazu animiert, genauer hinzu-
schauen. Kurz gesagt, ohne gutes Design, verkauft sich ein Produkt nur schlecht oder gar nicht, mal abgesehen, von den berühmten Ausnahmen, die bekannter-
maßen ja die Regel bestätigen 😉

Das ist die eine Seite. Die andere: Unternehmen – besonders Klein- und Mittel-
ständler – erkennen  zunehmend wie wichtig ein gutes, durchdachtes Design
für den unternehmerischen Erfolg ist. Das fängt beim Logo an und geht über die Geschäftsausstattung, Beschriftung der Firmenfahrzeuge bis zur Produktver-
packung und Präsentation im Geschäft/Laden usw.

Die StudieDie Schönheit des Mehrwertes“ zur Bedeutung von Design für den Unternehmenserfolg kommt u.a. zu folgenden Ergebnissen …

  • Design schafft Mehrwert.
  • Design macht den Unterschied.
  • Unternehmen erwarten Kreativität.
  • Und, Design kann mehr.

Zusammengefasst: Wachstum durch Design.

Fast 70 Prozent der Befragten bestätigen, dass Gestaltung und Formgebung eine große Bedeutung für den unternehmerischen Erfolg darstellen. Design ist für über 80 Prozent wichtig zur Erschließung neuer Märkte. Noch wichtiger wird das Thema Gestaltung sogar, wenn es darum geht, Marktanteile auszubauen, sich durchzusetzen.

Ich meine: Design sollte man, wie Werbung allgemein, als Investition betrachten. Eine Investition in den Erfolg des Unternehmens. Denn mit Design kann man sich am einfachsten von den Mitbewerbern differenzieren, sich abheben (natürlich nicht nur, das ist klar).

Im Mittelpunkt aller werblichen Aktivitäten sollte immer der Kunde stehen. Welche Wünsche hat er? Welche Ansprüche stellt er an das Produkt/die Dienstleistung? Wer ist die Zielgruppe? Darauf abgestimmt sollten die visuelle Präsentation des Unternehmens, die Produktgestaltung und die Kommunikation sein. Lt. der Studie geben z.B. 95,1 Prozent der Befragten an, dass Design für den Markenwert ihres Unternehmens eine große Rolle spielt.

Interessant ist auch, dass für nahezu 100 Prozent der Befragten Kreativität am wichtigsten ist, wenn es um Design geht. Maßgeschneiderte Lösungen wünschen sich „nur“ knapp 60 Prozent. So wird auch an diesem Ergebnis deutlich, welch große Bedeutung Design für die Unternehmen hat. Sie haben erkannt, dass ge-
rade in heutigen Zeiten, der unzähligen Angebote, me-too-Produkte,  Produktvari-
anten, ein einzigartiges, unverwechselbares Design immer wichtiger wird für den unternehmerischen Erfolg, von Anfang an ein großes Augenmerk auf die Gestal-
tung gelegt werden sollte.

All diese Ergebnisse und Erkenntnisse treffen natürlich nicht nur auf die „konventionellen“ Angebote/Produkte – zu, vielleicht ist das Design für „grüne“ Produkte und Dienstleistungen sogar von noch größerer Bedeutung. Denn immer mehr Unternehmen springen auf den Zug Nachhaltigkeit, Umweltfreundlichkeit & Fair Trade auf. Zielgruppen verändern sich oder haben sich bereits verändert. Auch hier gilt, gerade kleinere und mittlere Unternehmen können und sollten sich am besten über das Design differenzieren. Und, nicht zu vergessen, die Kunden aus den Anfängen der „grünen Bewegung“, die umweltbewusst eingekauft haben,  sind längst nicht mehr oder nur selten die Kunden, die heute umweltfreundlich einkaufen. Die sog. LOHAS wünschen sich nachhaltige Produkte (Bio, Gesund & Fair), die auch ein gutes und individuelles Design haben. Und dann gbit es noch die zweite Gruppe, die zumindest gelegentlich „Grün“ einkauft, die BOBOS – für sie zählt vor allem, dass das grüne Produkt chic & trendy ist.

Fazit: Gutes, zeitgemäßes Design trägt in jedem Fall entscheidend zum unternehmerischen Erfolg bei, kann sogar zu einem Schlüsselfaktor werden.

Die komplette Studie können Sie hier nachlesen: Studie_Die_Schoenheit_des_Mehrwertes

Marketing & Vermarktung, Queerbeet: Tipps, Ideen & mehr

LOHAS?! Treffen die bekannten Definitionen zu?

Manchmal ist man schlicht betriebsblind. Das hat sicher jeder schon mal auf die eine oder andere Weise erfahren. Man sieht nur die Oberfläche, hinterfragt zu wenig, glaubt einfach das was man liest, was als allgemeingültig gilt. So bildet man sich (s)eine Meinung und denkt: „Ja, das ist so.“

Nur leider stimmt das nicht immer.  Wir sollten nicht immer alles glauben, was wir lesen und sehen. Auch mal kritisch sein und die Dinge hinterfragen, eigene Recherchen im echten, realen Leben Anstellen. – Wie auch immer, erst kürzlich wurde ich mal wieder mit der in der „grünen“ Branche allgegenwärtigen Ziel-
gruppe LOHAS
konfrontiert.
Es ging eben um die Frage, wer sind die LOHAS und wie handeln sie. Treffen die bekannten Aussagen, Definitionen überhaupt zu?

Nach einem längeren Gespräch mit einer Kundin und einigen in der Folge geführ-
ten Gesprächen mit LOHAS (die ich als solche definieren würde), stellte sich her-
aus, das allgemein bekannte Bild stimmt offenbar so  nicht ganz.

Ein kleiner Exkurs zur Definition: www.lohas.de schreibt: „Neue Werte, neues Be-
wusstsein, die Bedürfnisse der Menschen richten sich nach Innen, eine Umkehr der Lebensweise nach Selbstkenntnis, nach Stressfreiheit und Entschleunigung, Gesundheit, Nachhaltigkeit und Beständigkeit. Dies alles mündet in eine Nach-
frage von wirtschaftlich, gesundheitlich und ökonomisch sinnvollen Produkten und Dienstleistungen.“

Oder in Wikipedia heißt es unter anderem: „LOHAS ist ein Akronym für „Lifestyle of Health and Sustainability“ (Lebensstil für Gesundheit und Nachhaltigkeit). Es steht für einen  Lebensstil oder Konsumententyp, der durch sein Konsumverhalten und gezielte Produktauswahl Gesundheit und Nachhaltigkeit fördern will.“

Weiter heißt es: „Häufig handelt es sich um Personen mit überdurchschnittlichem Einkommen. LOHAS-Konsumenten sind beispielsweise Natur- und Outdoor-Urlauber, Kunden von Bioläden oder Biosupermärkten. Ihre Motive ähneln denen der Slow Food -Bewegung, sie lehnen die „Geiz-ist-Geil“-Mentalität strikt ab.

Ich sehe LOHAS inzwischen differenzierter. Vor allem leben und handeln sie keineswegs nur nach dem o.g. Prinzip.  – Zumindest, die ich kenne und als LOHAS definieren würde. – Sie würden vielleicht gerne. Aber nicht selten holt sie das reale Leben ein und sie gehen Kompromisse ein oder müssen es. Ein Beispiel: Woran ich selber des Öfteren scheitere: ökologische Kleidung.

Es hat sich zwar einiges getan in den letzten Jahren. Dennoch, greife ich leider überwiegend zu konventioneller Mode, mit schlechtem Gewissen, aber, da mir Öko-Mode entweder nicht gefällt (überwiegend „ 80iger Jahre Schlabber-Look“, sorry …), oder sie gefällt, ist aber deutlich zu teuer. Selbst wenn ich längst viel mehr Wert auf gute Verarbeitung, hochwertige Materialien lege und so viel seltener Kleidung kaufe, auf vielfältige Kombinationsmöglichkeiten achte, ist Öko-Mode die mir gefällt meist trotzdem noch zu teuer. So beruhige ich mein Gewissen ein wenig, in dem ich durch mein Verhalten wenigstens Ressourcen spare. Lieber wäre es mir natürlich, wenn ich ausschließlich Bio&Faire Kleidung kaufen könnte.

Hier sind die Hersteller und Labels gefragt, endlich mehr – zumindest in meinen Augen – moderne Öko-Mode zu fairen Preisen anzubieten. Denn ich weiß aus glaubwürdigen Quellen, dass zumindest einige Bio & Fair-Produkte, deutlich überteuert verkauft werden, so nach dem Motto, muss ja deutlich teurer sein, wegen der Glaubwürdigkeit oder geht es vielleicht doch auch hier „nur“ um Ge-
winnmaximierung?

Mein Fazit: Lt. meinen Recherchen ist der per o.g. Definition LOHAS ein Familien-
mensch, meist mit zwei Kindern, gehobener Bildungsstand, gehobenes Einkom-
men, eigenes Haus. Er kauft  auch Bio-Produkte. Ist aber keineswegs so konse-
quent, wie vielleicht vermutet. Er schaut sehr wohl auch auf den Preis. Hauptsache Nachhaltig hat nicht immer oberste Priorität. LOHAS sind meist nur für bestimmte Produkte bereit mehr zu zahlen und achten auf eine nachhaltige Produktion. Er geht auch zum Discounter einkaufen und kauft auch günstige Bio-Shirts von großen Mode-Ketten.

So stelle ich mir die Frage, gibt es überhaupt LOHAS? Oder ist es ein Wunsch-
traum, eine schöne Utopie von Marktforschern, Trendforschern usw.? Sollten wir nicht lieber mit dem Schubladendenken, dem Kategorisieren aufhören? Ich weiß, das ist herrlich einfach, aber das ist nicht das echte Leben. Geht womöglich auch die Ausrichtung/Werbung an der realen Zielgruppe vorbei? Ich meine, lieber Augen und Ohren offen halten und hören was die Menschen wirklich wollen, wie Sie handeln, was Sie sich wünschen, wie sie ticken? Den gesunden Menschen-
verstand einsetzen und überlegen, wie man selber handelt und agiert.

Wie ist Ihre Meinung dazu? Was sind Ihre Erfahrungen?

Nachhaltige Werbung, nachhaltiges Grafikdesign

Design und Nachhaltigkeit sind kein Widerspruch …

… im Gegenteil: Ein perfektes Paar. Nachhaltig und schön, das geht!

Einerseits profitieren wir von der Natur, was das Design betrifft. Man denke nur an die vielfältigen Formen, Farben, Strukturen, Muster, Materialien, die uns immer wieder inspirieren. Von der Bionik will ich jetzt gar nicht erst anfangen …

Und, warum sollen gutes, ästhetisches Design, schöne Produkte nicht umweltfreundlich sein? Ohne jetzt überheblich klingen zu wollen, ich habe es schon Ende der 90iger Jahre geahnt, ja gewusst (motiviert und „angepiekst“ von meiner Zusatzausbildung zur Wohn- und Umweltberaterin), dass Design und Umweltfreundlichkeit zusammen gebracht werden müssen und versucht diesen Ansatz Unternehmen aus der Ökobranche zu vermitteln. Damals leider ohne Erfolg.

Man war noch überwiegend der Meinung „Öko“ muss nach Öko aussehen.  Das schlummernde Potenzial und die sich verändernde Einstellung der Konsumenten wurde nicht oder nur von wenigen erkannt. Vielleicht war auch einfach die Zeit noch nicht reif dafür …

Zwar gibt es auch heute noch die typische Ökomode oder Bio-Produkte, die sehr hausbacken – sorry – nicht mehr zeitgemäß daher kommen und so Potenzial verschenken. Ich meine, was nützt das beste umweltfreundliche und faire Produkt, wenn es sich aus ästhetischen Gründen nicht oder nur schlecht verkauft? Das ist doch schade, oder?

Ich gehe sogar so weit und behaupte, der Wellness-Boom, der in den 90igern einsetzte, war auch ein wenig der Wegbereiter für die Entwicklung hin zur „Salon-
fähigkeit“ von Bio-/Öko-Produkten. Denn Gesundheit & Wohlbefinden nahmen einen immer höheren Stellenwert ein und damit einhergehend eben auch gesün-
dere Produkte mit dem „Bio-Siegel“. Eine neue Zielgruppe war „geboren“, wenn man so will. Nicht mehr die „Alt-Ökos“, sondern die heute als LOHAS bezeichnete Zielgruppe, waren und sind die neuen Bio-Konsumenten.Lifestyle auf Basis von Gesundheit und Nachhaltigkeit.

Zurück zum eigentlichen Thema: Dass Nachhal-
tigkeit und Design sehr wohl zusammen gehen, ist inzwischen nicht mehr neu, schließlich gibt es genügend gute Bespiele dafür, wie Bionade. An-
sprechend, ästhetisch. Trendy. Oder: Grüne Erde – sinnlich ästhetische Naturprodukte.

Dennoch, nachhaltiges Design bietet noch viel Raum für neue, kreative Ideen. Das Angebot wird breiter, Produkte und Technologien werden weiterentwickelt und stetig verbessert. Ein Trend, der mich zuversichtlich stimmt. Und, ich denke, dass dies in Zukunft nicht nur für die sog. LOHAS ein Thema sein wird. „Grüne“, faire Produkte und schönes Design, werden einmal selbstverständlich sein. Bio wird zum Mainstream. Gehört zum guten Ton. Davon bin ich überzeugt. Und unserer Umwelt nutzt es auch noch. Was will man mehr?

Bevor ich hier jetzt noch lange herum philosophiere, über Design und Nachhaltig-
keit, lesen Sie gerne den Beitrag auf www.lohas-guide.de „Nachhaltig schön“. Von der Ökobranche über LOHAS, bis hin zu Verpackungen, Müll und die ewigen Vorurteile.

Viel Spaß bei der Lektüre.

PS: Auch ich entwickele ein neues umweltfreundliches Produkt. Es steckt zwar noch tief in den Kinderschuhen … Aber es wird: Schön. Anders. Umweltfreundlich. Vielseitig. Praktisch. – Na Sie werden schon sehen 😉

Nachhaltige Werbung, Queerbeet: Tipps, Ideen & mehr

Grünes Marketing ohne Greenwashing

Agentur-Berater Andrew Winston (gründete Winston Eco-Strategies, bekannt als Autor der Publikationen Green Recovery, und Co-authoring Green to Gold; s.a. Marketing Research) veröffentlichte gerade sein neuestes Werk, das im Harvard Business Review vorgestellt wurde: Vermeidung von Greenwash und von seinen Gefahren.

Der Anti-Greenwash Guide: Was hat die Macht, das Ansehen einer Marke zu zerstören, Kunden oder loyale Mitarbeiter zu entfremden? Eine grün eingefärbte Werbeanzeige! Zusammen mit OgilvyEarth soll dieser Best Practices Leitfaden eine Marke durch das schwierige Terrain der Nachhaltigkeit + Vermarktung lenken.  (Quelle: http://www.lohas.de

Den „Green Marketing Guide“ als PDF zum Download (in Englisch) gibt es hier: http://tinyurl.com/39n9jz3