Grünes Büro

Büro entrümpeln: Tut gut und sorgt für viel Überblick

CDs-alt-RecyclingDer Klassiker schlechthin im Frühling, nicht nur der obligatorische Frühjahrsputz, sondern auch das Entrümpeln – auch im Büro.

Viel zu oft und lange bleiben längst nicht mehr brauchbare CDs in den Regalen oder Schubladen liegen, alte Handys, die nicht mehr repariert werden können oder für die eine Reparatur zu kostspielig wäre, alte Kabel und sonstige defekte Elektronikteile. Zeitschriften, Notizzettel, Stifte die schon lange eingetrocknet sind. Und doch liegen sie noch immer im Büro. Warum eigentlich? Warum entsorgen wir nicht gleich altes, ausgedientes, nicht mehr nutzbares, defektes Zeugs?

Vielleich der Sammler aus Urzeiten in uns?! Wie auch immer, ich war an Ostern zwar fast komplett offline, habe aber dennoch etwas gearbeitet. Meine Website ist endlich fast fertig (nur die Referenzen fehlen noch) und ich habe weiter im Büro aufgeräumt.

cd-recycling, alte elektronik recycling, büro entrümpelnDabei kamen u. a. über 30 CDs zutage, die nicht mehr verwendbar sind, ich nicht mehr brauche und nun im Recycling gelandet sind. Weiterhin habe ich eine alte, kaputte Tastatur endlich entsorgt, die defekte Schreibtischlampe, ein Ladekabel von einem Uralt-Handy, das schon lange recycelt ist, Ordner geleert und noch einiges mehr.

Wunderbar befreiend! Schön auch das Büro mal so richtig zu entrümpeln, zu viel nutzloser Besitz und zu wenig Überblick. Noch ein, zwei Wochenenden und ich habe wieder richtig Luft, den Blick und die Gedanken frei. Kann ich wirklich jedem empfehlen.

Jedoch, nicht immer ist alles defekt, wird aber nicht mehr benötigt. Dann verschenkt es, gebt es ins Recycling oder verkauft es und spendet den Erlös einer sozialen Einrichtung oder für ein Umweltprojekt. Ausrangierte Kleidung landet zum Beispiel bei PACKMEE. Tolle Sache finde ich, schaut mal rein und informiert euch.

Weniger ist MehrÜberlegt einfach mal, was braucht ihr wirklich – auch und gerade im Büro. Ganz im Sinne von „Simplify your Life“. Oder, wie postete ich erst kürzlich bei Facebook: WENIGER ist MEHR!

Zum Schluss noch ein paar (Link)Tipps: Sammelstellen für CD-Recycling gibt es z.B. hier: blueboxx.info. Elektronik kann man bei den regionalen Recyclinghöfen abgeben (in manchen Orten auch bei Behindertenwerkstätten, die sogar vieles wieder reparieren). Handys kann man z.B. beim DUH zum Recycling geben.

In diesem Sinne, Gut-Entrümpeln und eine erfolgreiche, aufgeräumte Woche mit viel Über- und Weitblick!

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Grünes Büro, Queerbeet: Tipps, Ideen & mehr

Weniger ist mehr!

Bettina Schöbitz und Petra Schuseil haben gemeinsam zur Blogparade „Weniger ist mehr“ aufgerufen, an der ich mich gerne beteilige, zumal Nachhaltigkeit, Ressourcenschonendes Arbeiten, weniger „verbrauchen“ und Nachhaltiges Design – auch hierbei ist weniger meist mehr – genau mein Thema ist.

weniger, sparsam, umwelt schonen

„Weniger ist mehr“ auf das Berufsleben, meinen Job bezogen, bedeutet für mich zu erst einmal, mit allen Materialien, Ge- und Verbrauchsgütern im Büroalltag so schonend wie möglich umzugehen. So drucke ich zum Beispiel nur, wenn es unbedingt sein muss. Wenn ein Kunde eine gedruckte Rechnung wünscht oder wie kürzlich erst, ich einen Dummy basteln muss, als Vorlage für die Stanzung einer Weihnachtskarte.

Apropos Drucken: Es gibt ein PDF-Format das das Ausdrucken unterbindet und eine Schrift, die Ecofont, der Verdana ähnlich, die besonders wenig Tinte/Toner für den Ausdruck benötigt, Software, die den Bürodrucker stufenweise besonders sparsam drucken lässt. Mehr dazu unter „Grünes Büro“. 

Was mir auch sehr am Herz liegt, dass ich, wenn ich dann doch mal etwas ausdrucke(n) muss, ich zudem ausschließlich Recyclingpapier verwende. So muss für meine Ausdrucke kein einziger Baum gefällt werden!

Als kleiner persönlicher Bonus in Sachen umweltfreundliches und damit ressourcenschonendes Büro habe ich auch dieses Jahr wieder an der Aktion „Büro und Umwelt“ teilgenommen und erhielt eine Anerkennung für mein Engagement.

Aber das ist längst nicht alles. Stromsparende Geräte, kein Stand-by, Solar-Taschenrechner, 100% Öko-Strom und einiges mehr … Es gibt vieles im täglichen Büroleben, was man tun kann, wo weniger mehr und damit besser ist.

„Weniger ist mehr“ gilt aber auch – und ganz besonders – für das Gestalten und Produzieren der Werbematerialien meiner Kunden. Wenn es sich mit den Wünschen und Vorstellungen der Kunden vereinbaren lässt, achte ich auf eine sparsame Verwendung von Farbe auf Flyern, Broschüren & Co., die passende Druckauflage, die Wahl von umweltfreundlichen Papieren und Drucken, die Wahl des passenden Werbemediums usw.

Und „Weniger ist mehr“ ganz allgemein – und auch im Büroleben heißt für mich: Möglichst hochwertige, langlebige Produkte kaufen, die reparierbar sind, Produkte die aus dem Re- oder Upcycling kommen, zu einem möglichst hohen Anteil regional hergestellt wurden.

Bei der Ernährung achte ich ganz besonders auf gute, frische (möglichst unverpackte) Produkte aus der Region. Schon immer esse ich nur sehr wenig Fleisch und Fleischprodukte, wenn dann möglichst Bio und regional. Obst, Gemüse und vor allem Kräuter aus eigenem Anbau.

Ich denke, ich kann von mir sagen, dass ich recht umweltbewusst lebe, darauf achte, einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen. So nutze ich noch immer mein altes Mobil-Telefon (kein SmartPhone), fahre nur sehr wenig mit dem Auto, ganz darauf verzichten ist auf dem Land nicht wirklich realisierbar, ich habe bestimmt schon seit 10 Jahren keine Flugreise mehr gemacht.

Da mal wieder die Zeit drängt, mache ich an dieser Stelle Schluss. Zu schreiben hätte ich noch einiges, neue Tipps fürs grüne Büro usw. Wer mag stöbert einfach mal ein bisschen hier im Blog, zum Beispiel auch unter „Nachhaltiges Grafikdesign“.

Und, sicher gibt es noch mehr, was ich tun kann. Denn optimieren kann man immer. Eines meiner Ziele für 2014 ist es, noch mehr Strom einzusparen. Bisher habe ich es geschafft, jedes Jahr einige Kilowattstunden zu reduzieren.

Grünes Büro, Queerbeet: Tipps, Ideen & mehr

Mein Grünes Büro: Die tägliche Kanne Grün- oder Kräutertee

Ja, auch mein „Büro“-Getränk ist grün bzw. bio und meist auch fair.

Vom Frühling bis in den späten Herbst genieße ich meine tägliche Kanne Tee meist mit Kräutern aus meinem Terrassen-Garten. Dort wachsen leckere Teekräuter wie Pfefferminze, Ananasminze, Vervain, Ananassalbei, Salbei, Thymian, Blattkoriander, Zitronenmelisse (meine Stevia hat es leider nicht über den Winter geschafft) und noch einige weitere z. T. wilde Kräuter wie  Sauerampfer, Gundermann , Beinwell & Co.

Meist mische ich die Teekräuter ganz nach Lust und Laune oder auch je nach Wetter. Ist es sehr heiß wie im Juli, stehen die „Zitronigen“ bei mir hoch im Kurs aber auch Salbei, weil er das Schwitzen etwas reduziert.

Natürlich sind meine Kräuter alle bio und auch fair, wenn man so will. Es gibt keine Transportwege 😉 und somit auch keinen Energieverbrauch, keine Schadstoffe usw.

Da ich die Abwechslung liebe und per Zufall eine schön gestaltete Tee-Verpackung bei einem meiner letzten Einkäufe entdeckte und „bio“ darauf prangte, konnte ich nicht widerstehen. Die meisten Sorten waren allerdings nicht so ganz nach meinem Geschmack, bzw. eher Sorten, die ich im Winter trinke, also versuchte ich mein Glück mit „Ingwer-Zitrone“. Würzig und frisch, genau mein Ding.

Tee Ingwer-Zitrone
Da es Sonntag ziemlich kühl war und nachts geregnet hatte und die Kräuter so immer etwas verwässert sind, probierte ich den neuen Tee. Er ist lecker, allerdings hätte man meiner Meinung nach das Süßholz weglassen oder zumindest reduzieren können, es ist etwas zu dominant.

Der Tee von Stick/Lembke ist Bio, naturbelassen, hat keine zusätzlichen Aromen und die Außenverpackung ist FSC-zertifiziert.

Wie sie sehen, zu meinem Grünen Büro, dem nachhaltigen Arbeiten, gehört auch das Trinken von „Bio-Getränken“ , vor allem Tee, weil er viel mehr Abwechslung bietet als Kaffee und mir auch besser schmeckt.

Übrigens: Außer Tee trinke ich vor allem Wasser – jedoch kein Flaschen-Mineralwasser. Weder Mehrweg und schon gar nicht Einweg. Unser Leitungswasser ist von guter Qualität und ich spare so viel Energieaufwand für die Herstellung, Abfüllung und den Transport, dazu Ressourcen und auch Geld.

Tipp! Wer es gerne sprudelig mag, der kauft sich einen „Aufsprudler“. Auch aromatisieren geht ganz einfach mit ein wenig Saft, ein paar Zitronenscheiben, Kräuter, mischen mit Tee. So wird es garantiert nie langweilig und man tut ganz nebenbei etwas für die Umwelt und hat wieder ein Stückchen mehr „grün“ im Büro.

Ja, Tee aus eigenem Anbau und Leitungswasser, mal wieder ein gutes Beispiel dafür, dass nachhaltige Produkte nicht teuer/teurer sein müssen, oft sogar günstiger sind. Noch ein Stück weiter gedacht, auch das Mittagessen im Büro kann, wenn man saisonal, regional und wenn möglich bio einkauft, dazu beitragen, umweltfreundlicher zu arbeiten und es ist zudem in der Regel auch gesünder.

Und noch ein Tipp! Sofern die Geschäftsführung einverstanden ist, lassen sich auch im Büro ein paar Pflanzen für Tee & Co. anbauen. Dafür reicht schon eine etwas breitere Fensterbank 

Grünes Büro, Queerbeet: Tipps, Ideen & mehr

Tag der Umwelt und Jahr der Luft

Der 5. Juni ist inzwischen ein fester Termin in meinem Kalender. Jedes Jahr überlege ich mir etwas, wie ich speziell zu diesem Termin einen kleinen Extra-Beitrag leiste. Dieses Jahr werde ich über den Tag verteilt div. Tipps für ein umweltfreundlicheres Büro twittern.

Büro, Sommer, Schreibtisch, WildblumenIst für euch der „Tag der Umwelt“ ein Begriff? Habt ihr vielleicht sogar eine Aktion dazu gestartet? Informiert ihr eure Kunden darüber? Oder sagt ihr euch, jeder Tag ist ein Tag der Umwelt, da brauche ich keinen eigens dafür erkorenen Tag?

Wie auch immer, ich finde es schön, dass es solche Tage gibt, an denen gezielt auf das jeweilige Thema aufmerksam gemacht wird. Natürlich darf man es auch nicht übertreiben … sonst droht „Inflationsgefahr“ 😉

Apropos Umwelt. Was aus meiner Sicht kaum wahrgenommen wird, dass wir dieses Jahr, das „Jahr der Luft“ haben. Das „Jahr des Waldes“ war in aller Munde, es gab viele Aktionen – auch, wenn es nun leider wieder in Sachen Wald eher ruhig geworden ist.

Tja und Luft ist auch irgendwie nicht so erfahrbar, so real möchte ich fast sagen, wie der Wald, Bäume … Obwohl, andererseits, die Luft umgibt uns tagtäglich und überall. Wir spüren den Wind und rümpfen die Nase, wenn es in den Städten wieder mächtig nach Abgasen müffelt oder neue Büromöbel „ausdünsten“.

Wolken, Himmel, saubere Luft

Immerhin, die Luftqualität hat sich in den letzten 20 Jahren deutlich verbessert, wir können wieder viel besser durchatmen, die Emissionen von Luftschadstoffen sind seit 1990 teilweise deutlich gesunken, wie z. B. Schwefelverbindungen, Staub und Kohlenmonoxid. Auch Schwermetalle und persistente organische Schadstoffe gelangen heute weniger in die Umwelt als noch Anfang der 90iger Jahre. Allerdings der gesundheitsschädliche Feinstaub und weitere Schadstoffe trüben leider die ansonsten positive Entwicklung.

So wie der Wald hilft unsere Luft zu filtern, sollten wir auch der Luft selbst einmal etwas Zeit widmen und darüber nachdenken, was wir, jeder Einzelne von uns, tun kann, damit die Luftqualität weiter verbessert wird. Dient schließlich auch der eigenen Gesundheit. Man kann z. B. öfter mal das Auto stehen lassen und mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, Laufen oder Wege mit dem Rad zurücklegen. So ganz nebenbei auch für die persönliche Fitness gut.

Auch die Luftqualität im Büro lässt sich verbessern und damit gesünder arbeiten. Beim Einkauf darauf achten, das die Einrichtung keine giftigen Stoffe ausdünstet, emissionsarme Kopierer verwenden, Lüften nicht vergessen, Pflanzen, die die Luftqualität verbessern usw. Einige weitere Tipps und Anregungen fürs „grüne“ Büro findet ihr hier im Blog —  sowie die Tipps zur Raumlauftverbesserung.

Last but not least, noch ein Link mit aktuellen Nachrichten zum Thema Luft und Luftqualität: www.umweltbundesamt.de

Grünes Büro, Mein Engagement

Teilnahme am B.A.U.M.-Wettbewerb „Büro und Umwelt“

Gerade eben habe ich den Fragebogen für den diesjährigen Wettbewerb „Büro und Umwelt“. abgeschickt. Bin gespannt, ob ich auch in diesem Jahr zumindest wieder eine Anerkennungs-Urkunde bekomme.

Wer sich mit seinem umweltfreundliches Büro auch bewerben, sein Engagement in Sachen Umweltschutz beweisen möchte, hier einige Infos zum Wettbewerb:

2008 wurde der Wettbewerb „Büro & Umwelt“ vom Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management erstmals ausgeschrieben und zeichnet seitdem jährlich die umweltfreundlichsten Büros in vier Kategorien aus.

Im Mittelpunkt des Wettbewerbs steht ein schonender  Umgang mit Ressourcen im Büroalltag sowie die Beachtung von Umweltaspekten bei der Beschaffung von Büromitteln und-materialien.

Teilnahmeschluss ist der 30. Juni 2013. 

Mehr Infos, Registrierung, Fragebogen: www.buero-und-umwelt.de